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Landmarkt in Hornbach
Landmarkt kommt wieder gut an

 Der 9. Landmarkt in der Klosterstadt Hornbach wurde auch dieses Jahr zu einem großen Renner.
Der 9. Landmarkt in der Klosterstadt Hornbach wurde auch dieses Jahr zu einem großen Renner. FOTO: Norbert Schwarz
Hornbach. Vor allem in der Hornbacher Lauerstraße war das Flair ganz besonders. Kunden aus Nah und Fern waren da. Von Norbert Schwarz

Der Besucherzuspruch für den Landmarkt in der Klosterstadt Hornbach, an diesem Wochenende zum neunten Mal von Sandra Schwitzgebel mit großem Engagement und viel Herzblut organisiert, bleibt ungebrochen. Zwar waren wie andernorts Fußballweltmeisterschaft und andere Konkurrenz-Veranstaltungen spürbar, doch dem bunten Treiben, dem Marktflair vor der herrlichen Altstadtsilhouette und im alten Stadtkern, insbesondere der Lauerstraße, konnte das nichts anhaben.

Die Losung, „Herz was begehrst Du“, galt auch für die neunte Auflage des beliebten Landmarktes, welcher sich längst zu einem Alleinstellungsmerkmal für die Klosterstädter und Bürgermeister Reiner Hohn entwickelte. „Da steckt jede Menge Arbeit dahinter, da muss schon ein Riesenaufwand betrieben werden, doch Sandra Schwitzgebel managt das alles meisterhaft“, lobt Hohn die Marktmeisterin, die in Mutter Ursula Schneider das passende Vorbild sieht. Die nämlich realisierte die Uridee eines Landmarktes, um damit den städtischen Gewerbetreibenden eine Plattform zu geben, um sich der Bevölkerung in vielfältiger Art und Weise zu präsentieren. Was mit 20 Marktbeschickern begann, hat sich längst verachtfacht. 160 Aussteller, darunter viele aus Frankreich, verwandelten am Sonntag Haupt-, Lauer- und Talstraße in einen Riesenmarktflecken. Dabei wirkte sich die umgestaltete Hauptstraße an der Einmündung Butterweg auch für dieses Event positiv aus, wie der von Anfang als Florist agierende Jürgen Brenkmann aus Contwig feststellte. Bunte Zelte, freundliche und zu keiner Zeit aufdringliche Warenverkäufer, Väter die Kinderwagen schieben und deshalb nicht an jedem Stand ein Versuchshäppchen probieren können, die wie in jedem Jahr reichlich angeboten werden, dazu optimales Wetter, für vieles ist es einfach ein Traum gewesen hier durchzuschlendern. Beispielsweise für Ludwig Doniat aus Kleinsteinhausen zusammen mit Familie und Schwiegervater. Das Angebot an frischem Käse, süß duftenden Crêpes oder den vielen anderen Leckereien war riesig und faszinierend. Die Duftnoten bisweilen trotzdem gewöhnungsbedürftig, wie die Betreiberin eines Schmuckstandes mit einem vielsagenden Lächeln feststellte. Dass ausgerechnet neben ihrem Stand, welcher für viele Frauen zu einem Anziehungspunkt wurde, Käseprodukte aller Art feilgeboten wurden, verwirrte einige Besucher. Doch tragisch war das nicht. Das sah auch der Jägersburger Roma Becker so, der bereits etliche Male in der Klosterstadt mit seinen Holzsägearbeiten präsent war und guten Umsatz machte. Der gebürtige Ohmbacher, ein ehemaliger Diamantschleifer, schätzt die gesamte Atmosphäre, das gute Publikum und die ausgezeichnete Betreuung durch die Organisatorin Schwitzgebel. Eine solche Vorbereitung und Organisation seien ungewöhnlich, sagt der betagte Marktbeschicker.

Neulinge im Gros der Marktbetreiber fühlten sich auf Anhieb wohl, wie Eric Meyer aus dem französischen Breidenbach. Der nämlich hielt sich an einen alten Slogan der Bahn, mit welchem diese Kunden auf die Schiene lockte: Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei ihm konnten die Besucher schon jetzt ihre Bestellung für das Winterbrennholz in Auftrag geben.