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Kreistag Südwestpfalz
Landkreis unterstützt weiterhin „rollenden Supermarkt“

Südwestpfalz. Cap-Mobil muss im kommenden Jahr durch neues Fahrzeug ersetzt werden.

Mit maximal 48 800 Euro beteiligt sich der Landkreis Südwestpfalz am neuen Cap-Mobil und bleibt somit weiterhin ein Unterstützer des „rollenden Supermarktes“. Dies hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Rückblick: 2010 erklärte sich die Heinrich-Kimmle-Stiftung bereit, unterversorgte Orte im Landkreis mit einem Verkaufsfahrzeug anzufahren. Grund für diese Entscheidung war, dass immer mehr Dorfläden schlossen. Nicht angefahren werden Orte, in denen ein vollständiges Warenangebot oder eine gute Grundversorgungsstruktur vorhanden war. Der Landkreis förderte den „rollenden Supermarkt“, der 2011 startete, mit 38 000 Euro.

Zunächst gab es drei Routen, auf denen 24 Ortsgemeinden bedient wurden. In diesem Jahr kam eine vierte Route hinzu, so dass nun 30 Orte angefahren werden. Bis auf die beiden Verbandsgemeinden Hauenstein und Dahner Felsenland macht der Wagen in allen Verbandsgemeinden im Landkreis Halt, erklärte Landrätin Susanne Ganster (CDU). Dass diese zwei Verbandsgemeinden nicht angefahren werden, obwohl dort auch Bedarf sei, bemängelte FWG-Sprecher Christoph Müller. Ganster sagte, dass die beiden damaligen Verbandsbürgermeister keinen Bedarf in ihren Verbandsgemeinden sahen. „Aktuell haben die beiden Verbandsgemeinden aber auch keinen Bedarf angemeldet“, informierte die Landrätin. Wäre dies der Fall, würde es aber auch zu Kapazitätsproblemen seitens der Heinrich-Kimmle-Stiftung kommen, da das Cap-Mobil stark ausgelastet ist. Bernd Schumacher fand, dass nochmals festgestellt werden sollte, wo es in Hauenstein und dem Dahner Felsenland Bedarf gebe. „In Ludwigswinkel mit Sicherheit“, sagte der Grünen-Sprecher.



Als Erfolgsmodell bezeichnete CDU-Sprecher Christof Reichert das Verkaufsfahrzeug, der die Frage in den Raum stellte, ob vielleicht ein zweites Fahrzeug für den östlichen Landkreis möglich ist. Im kommenden Jahr muss nun aber erst einmal das vorhandene Cap-Mobil ersetzt werden. Schon im Vorfeld erklärte sich die Heinrich-Kimmle-Stiftung bereit, das Fahrzeug weiterzubetreiben. Ein Angebot über rund 138 000 Euro für das neue Fahrzeug liegt ihr bereits vor. „Dafür hat die Daniel-Theysohn-Stiftung bereits einen Zuschuss von 41 000 Euro zugesichert“, berichtete Ganster. Ein Förderantrag bei der „Aktion Mensch“ ist ebenfalls gestellt. Ungewiss sei aber, ob sie einen Zuschuss gewährt.

Nach jetzigem Stand belaufen sich die verbleibenden Kosten für die Anschaffung zwischen 41 800 und 97 000 Euro, wovon der Landkreis die Hälfte übernehme, die andere Hälfte die fünf restlichen Verbandsgemeinden, sagte Ganster. Dass die fünf Verbandsgemeinden weiterhin das Angebot nutzen wollen, fragte Ganster bereits ab: „Alle wollen daran festhalten.“

Am Ende sprachen sich die Kreistagsmitglieder für die finanzielle Beteiligung an der Neuanschaffung aus. „Das ist die Summe, die wir durch die Umschuldung einsparen“, merkte Reichert schmunzelnd an. Seine Anmerkung bezog sich auf einen zuvor gefassten einstimmigen Beschluss zur Umschuldung von Investitionskrediten. Durch diese Umschuldung spart der Landkreis etwa 48 000 Euro im Jahr, wie Hüther erläuterte.

(bme)