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Kita-Umbau in Lambsborn
Lambsborner Kita wird umgebaut

 Für Ortsbürgermeister Molter ist der Umbau unumgänglich, da die Kita künftig mehr Kinder aufnehmen wird.
Für Ortsbürgermeister Molter ist der Umbau unumgänglich, da die Kita künftig mehr Kinder aufnehmen wird. FOTO: nos
Lambsborn. Hitzig wurde über Für und Wider diskutiert. Gortner stellte sich gegen Arbeiten, die auf 40 000 Euro taxiert sind.

Der Kindergartenumbau in Lambsborn ist beschlossene Sache. Der Grund: Es mangelt weiterhin an geeigneten Räumen. Der  fehlende Raumbedarf soll mit einem kleinen Kunstgriff behoben werden. Statt der bisherigen Ölheizung älteren Jahrgangs mit einem entsprechenden Öllagerraum, wird die Einrichtung mit einer Umluftheizung ausgestattet. Die dabei frei werdenden Räumlichkeiten könnten nach ihrem Umbau von den Kindern genutzt werden.

Auf 40 000 Euro sind die Umbaukosten geschätzt. Für 5000 Euro soll die Architektengemeinschaft TLS aus Bruchmühlbach-Miesau die Umbaupläne erstellen. Kontrovers verliefen die Diskussionen um das Vorhaben. Einen Gegenantrag brachte das Ratsmitglied Karl Gortner ein, selbst einmal Ortsbürgermeister und über das Mehrheitswahlrecht ins Ratsgremium gekommen. Der Umbau sei überflüssig, meinte Gortner und fügte an, dass mit einer anderen Gruppeneinteilung das Problem lösbar sei. Gortner: „Ich bin für den Umbau, aber nur dann, wenn dieser tatsächlich gebraucht wird und das ist im Augenblick einfach nicht der Fall. Ausreichend Platz ist vorhanden. Wir haben bisher eine dreigruppige Einrichtung gehabt, die wird künftig nur noch zweigruppig sein, mit einem Mehrbedarf für zehn Kinder, aber das alles wäre anders lösbar.“

Eine Einschätzung, wie sie insbesondere von Ortsbürgermeister Rudi Molter (SPD) nicht geteilt wird. Der nämlich verweist auf die Tatsache, dass im zweigruppigen Kindergarten ab Sommer 40 Kinder unterzubringen sind. Molter: „Wir sind schon bisher an der Grenze gewesen und jetzt müssen wir handeln. Ganz einfach auch deshalb, weil wir mit der Einrichtung Kindergarten eine zukunftsweisende Einrichtung im Dorf haben. Wir wollen ein kleines Baugebiet erschließen, junge Familien ins Dorf holen und da ist stets die erste Frage: ,Gibt es einen Kindergarten?’ Allein der Wegzug von drei Familien mit Kindern hat für eine kurzzeitige Entspannung gesorgt, doch die wird, wie sich durch die Entwicklungsdaten ergeben, nicht von Dauer sein.“ Bereits zum Beginn des Kindergartenjahres 2017/2018 lagen Meldungen für 38 Kinder vor. Durch den Wegzug der drei Familien seien es jetzt im Augenblick wohl nur 29 Kinder, doch das würde sich wieder ändern. Bereits im neuen Jahr sollen es wieder 36 Kinder sein und im April dann sogar 39 Kinder. Die Betriebsgenehmigung für den Kindergarten im Ort stelle aber nur auf 30 Kinder ab, so das Problem, in der Einschätzung von Ortsbürgermeister Molter, der bereits mit den Verantwortlichen eine Übergangslösung ausgehandelt hat.



Gegen die Umbaumaßnahme beim Kindergarten stimmte das Ratsmitglied Karl Gortner aus den dargelegten Gründen. Zuvor war der von ihm gestellte Antrag auf einen Umbauverzicht mehrheitlich abgelehnt worden. „Wir haben in unserem Ort genügend Baustellen, wo wir investieren müssen. Natürlich sind Kinder die Zukunft eines Ortes, doch wir müssen nicht Kredite einsetzen, wenn es andere Sachlösungen gibt“, sagte Gortner. Zu den „Baustellen“ zählt für Gortner auch die Tatsache, dass die Gemeinde beispielsweise aus dem kommunalen Entschuldungsfonds ausscheiden musste und rund 20000 Euro zurückzuzahlen hat. Der Landesrechnungshof monierte die Berechnung der Liquiditätskredite. Dort war es zu Fehlern gekommen, welche jetzt viele Ortsgemeinden im Land auszubaden haben.