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Dorfgemeinschaftshaus Bechhofen
Lärmgutachten vor DGH-Umbau

 Der Ortsgemeinderat will keinen Krach mehr um das Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus haben – in jedem Sinne.
Der Ortsgemeinderat will keinen Krach mehr um das Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus haben – in jedem Sinne. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Neben dem Dorfgemeinschaftshaus war im Ortsgemeinderat Bechhofen das geplante neue Baugebiet „Neupeter Hof“ ein wichtiges Thema. Von Norbert Schwarz

Zwei zentrale Punkten beschäftigen die Bechhofer Ratsmitglieder in ihrer letzten Sitzung des Jahres 2019. Zum einen war dies ein Emissionsgutachten (Lärm) für das Dorfgemeinschaftshaus, zum weiteren der Abschluss eines Erschließungsvertrages mit der Pfalzwerke AG zur Schaffung von neuem Bauland bei der Lambsborner Straße.

Ein gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer. Was die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses auf der „Schmittenflur“ angeht, musste die Ortsgemeinde in der Vergangenheit Lehrgeld zahlen. Ein Nachbar war vor das Verwaltungsgericht gezogen und hatte erfolgreich dagegen geklagt, dass nach seiner Einschätzung die Lärmbelästigung bei Veranstaltungen im DGH von der Nachbarschaft in der bisherigen Form nicht hinzunehmen sei. Eine der Kernpunkte im Urteil ist gewesen, dass Großveranstaltung in ihrer Anzahl auf das Jahr gesehen begrenzt wurden und der bisherige Haupteingang ab 22 Uhr am Abend verschlossen bleibt. Mit diesen Einschränkungen konnten die Gemeindeverwantwortlichen mehr oder weniger leben. Für Ortsbürgermeister Paul Sefrin und die Mitglieder des Rates ist jedoch klar: Wenn wir jetzt am bestehenden Dorfgemeinschaftshaus bauliche Veränderungen vornehmen und vielleicht ein anderes Raumkonzept entwickeln, dann muss vordergründig geklärt sein. welche Emissionsauswirkungen diese Veränderungen haben. Ortsbürgermeister Sefrin erläuterte dem Pfälzischen Merkur: „Ja, wir sind als Ortsgemeinde dieserhalb ein gebranntes Kind und wollen auf jeden Fall, bevor wir planen und investieren, auf der ganz sicheren Seite sein. Mit einem Lärmgutachten wollen wir auch für den Rat als Entscheidungsträger die passende Hilfe geben.“

Von den dadurch entstehenden Kosten sind die SPD und Grünen im Rat zwar nicht begeistert gewesen, sahen letztendlich jedoch ein, dass man mit einem entsprechenden Gutachten von allem Anfang an rechtssichere Fakten schafft. Paul Sefrin: „Hinterher kann dann niemand sagen – ja hätten wir das gewusst!“ Der Gemeinderat beauftragte den Ortsbürgermeister, ein solches Emissionsgutachten in Auftrag zu geben.



Neben der Sanierung von Pult- und Flachdach wird auch die Verlegung des DGH-Haupteingangs von seiner bisherigen Stell weg zur Hausgiebelseite zum Kinderspielplatz oder Friedhof hin eine der Erstmaßnahmen sein.

Das Realisieren des neuen Baugebietes rückt näher. Ortsbürgermeister Sefrin wird den vorgelegten Erschließungsvertrag mit der Pfalzwerke AG, Abteilung Infrastruktur abschließen können. Die Vertragsinhalte erläuterte der Vertreter des Energieversorgungsunternehmens Dieter Schneider. Das Baugebiet „Neupeter Hof“ wird, nachdem die Rückhaltebecken für die schadlose Ableitung des Oberflächenwassers außerhalb des Gebietes verlegt werden konnten, nunmehr rund 25 Bauplätze haben. Für 22 Grundstücke gibt es bereits verbindliche Interessenten. Sobald der Bebauungsplan für das Gebiet rechtskräftig ist, soll das förmliche Umlegungsverfahren eingeleitet werden. An diesem Verfahren werden sich rund ein Dutzend Grundstückseigentümer im Gebiet beteiligen.

Über den „Schleichweg“ beim Sportplatz wurde in der Vergangenheit vielfach diskutiert. Jetzt soll das Tiefbauunternehmen Gruchlik aus Zweibrücken auf eine Fläche von 20 laufenden Metern den vorhanden Asphaltbelag abfräsen und erneuern, beschloss der Ortsgemeinderat. Es wird mit Kosten in Höhe von 5950 Euro zu rechnen sein. Die Ortsgemeinde muss diese Kosten als Straßenreparatur selbst tragen.