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Kreistag Südwestpfalz
Kreistag hat entschieden: Hornbach bleibt Drehleiter-Standort

Zwischenzeitlich gab es Überlegungen, die Drehleiter statt in Hornbach in Contwig zu stationieren – oder sogar ganz darauf zu verzichten und mit Zweibrücken zu kooperieren. (Symbolbild)
Zwischenzeitlich gab es Überlegungen, die Drehleiter statt in Hornbach in Contwig zu stationieren – oder sogar ganz darauf zu verzichten und mit Zweibrücken zu kooperieren. (Symbolbild) FOTO: picture alliance / dpa / Matthias Bein
Pirmasens/Hornbach. „Das war eine vernünftige Entscheidung, dass das Drehleiterfahrzeug weiter in Hornbach stationiert wird“, kommentierte Stadtbürgermeister und Kreistagsmitglied Reiner Hohn (FDP) gestern Nachmittag die Zustimmung des Kreistags zum Konzept für Hubrettungsfahrzeuge. Von Fritz Schäfer

Dieses von den Wehrleitern und dem Kreisfeuerwehrinspekteur Steven Schütz erarbeitete Konzept sieht im Landkreis Südwestpfalz vier Standorte für Drehleitern vor. In Dahn (für den östlichen), in Waldfischbach (für den nördlichen), in Rodalben (für den mittleren) und in Hornbach für den westlichen Bereich.

„Die Hornbacher Feuerwehrleute sind an dem Fahrzeug ausgebildet“, betonte Hohn. Zudem seien auch die räumlichen Vorraussetzungen gegeben. Darauf verwies auch das von Schütz vorgestellte Konzept, dass in Hornbach kein weiterer Stellplatz geschaffen werden müsse. Zudem hätte die Contwiger Wehr, schon jetzt viele Sonderaufgaben zu leisten. Contwig war als alternativer Standort diskutiert worden.

„Es ist gut, dass das jetzt beschlossen wurde“, meinte der Verbandsbürgermeister von Zweibrücken-Land, Jürgen Gundacker (SPD), nach der Sitzung. Die Verbandsgemeinde werde jetzt zügig die Anschaffung der Drehleiter auf den Weg bringen. Nach Angaben von Kreisfeuerwehrinspekteurs Schütz kostet ein solches Fahrzeug rund 600 000 Euro. Der Landkreis ist nach den Worten der Landrätin Susanne Ganster (CDU) auch bereit, für eine Drehleiter für den Kreis 600 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Da es nach dem Konzept vier Standorte seien, gebe es für jedes Fahrzeug 150 000 Euro. Gundacker erwartet dazu noch einen Zuschuss vom Land. Den Rest finanziert die Verbandsgemeinde.



Der Bürgermeister von Rieschweiler-Mühlbach, Heino Schuck (SPD), fragte nach, ob die drei Standorte Waldfischbach, Dahn und Rodalben nicht ausreichen und der westliche Teil der Südwestpfalz durch eine Kooperation mit Zweibrücken abgedeckt werden könnte. „Wir haben uns in den Gesprächen für vier Standorte als beste Lösung entschieden“, antwortete Freddy Leiner von der Kreisverwaltung Südwestpfalz. „Mit den vier Fahrzeugen decken wir bis auf Bechhofen den kompletten Kreis ab“, sagte Schütz. Und dafür gebe eine Kooperation mit den Wehren in Zweibrücken und Waldmohr. Schuck und Jürgen Herzog (SPD) enthielten sich.

Die Lösung sei auch möglich geworden, weil „die Objektbindung einer Drehleiter“ wegfalle. Die Drehleiter war lange Zeit als Rettungsweg für das Kloster vorgesehen war (wir berichteten mehrfach). „Durch eine bauliche Änderung fäallt das weg“, sagte Ganster.

Bürgermeister Hohn sagte auf Merkur-Nachfrage nach der Sitzung, dass ein Bauantrag für einen zweiten Rettungsweg für das Turmzimmer über ein Podest beim Kreis gestellt worden sei.