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Denkmalschutzbehörde muss zustimmen
Erweiterung in der Warteschleife

Im früheren Schul- und Verwaltungsgebäude von Großbundenbach ist heute der Bundenbacher Kindergarten eingerichtet. Die notwendige Erweiterung muss mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden.
Im früheren Schul- und Verwaltungsgebäude von Großbundenbach ist heute der Bundenbacher Kindergarten eingerichtet. Die notwendige Erweiterung muss mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. FOTO: Norbert Schwarz
Großbundenbach. Der Großbundenbacher Rat müht sich weiter um die Genehmigung der dringend notwendigen Kindergartenerweiterung. Von Norbert Schwarz

Der „Bundenbacher Kindergarten“ mit seinem Standort in Großbundenbach muss erweitert werden. Darin sind sich alle Beteiligte, insbesondere die Ratsmitglieder der Gremien aus den beiden Orten Groß- und Kleinbundenbach einig. In vorhandener Bausubstanz lässt sich kein Raum für die dringend notwendige dritte Gruppe finden. Deshalb ist ein Anbau das Ziel. Doch leichter gesagt als getan, denn der Kindergarten befindet sich gegenüber dem denkmalgeschützten Gotteshaus, der weithin bekannten „Martinskirche“.

Ein detailliertes Bild darüber, wie sich ein solcher Anbau einmal in die Gesamtansicht des Dorfplatzes mit Kindergarten und Gotteshaus im Hintergrund einfügen wird, bekamen die Verantwortlichen bei einer Ortsbesichtigung im Frühherbst dieses Jahres vermittelt. Tenor der Vertreter der Denkmalschutzbehörde: Da haben wir Bedenken, weil das nicht ins Umfeld zur Martinskirche passt. Jetzt nehmen nicht allein die Verantwortlichen der Gemeinde, sondern insbesondere auch die Vertreter des Bundenbacher Kindergartens einen zweiten Anlauf. Dessen einziges Ziel: Bauliche Zustimmung zu den Erweiterungsplänen für den Kindergarten. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an.

Neben einem Anbau könnte auch das bestehende Gebäude aufgestockt werden. Der Umbau im Hausinnern wäre gleichfalls denkbar. „Wir müssen aber immer und bei jeder Entscheidung die Kostenfrage im Hinterkopf haben“, sagt Ortsbürgermeister Dieter Glahn, dem Pfälzischen Merkur und bezeichnete es als sehr hilfreich, dass das von Architekt Josef Obermeier, der selbst in Großbundenbach lebt, erstellte „Modell“ im Maßstab 1:500 plastisch deutlich machte, welche Auswirkungen ein solches Bauen auf die gesamte Platzsituation im Kern des Ortes haben würde.



Inzwischen ist die Urplanung an verschiedenen Punkten modifiziert worden. „Wir hatten ja einige Stellschrauben und ich gehe davon aus, dass wir mit dem jetzigen Entwurf durchaus auch eine Zustimmung von der Denkmalschutzbehörde bekommen können.“ Weil sich die Räte der beiden Ortschaften im Detail noch nicht darüber ausgetauscht haben, was machbar und sinnvoll sei, wollte Dieter Glahn mit Plandetails noch nicht herausrücken.

Doch das ist im Augenblick nicht der einzige Grund, weshalb sich das Projekt weiter in der Warteschleife befindet, wenngleich unbedingter Handlungsbedarf seitens der Träger der Einrichtung „Bundenbacher Kindergarten“ besteht. Ortsbürgermeisters Dieter Glahn will vielmehr eine Antwort darauf haben, ob das neue Kindertagesstättengesetz des Landes irgendwelche Auswirkungen auf die örtliche Einrichtung haben kann. Glahn: „Der Bund will mehr in die Kindergärten investieren, vielleicht ändern sich die Gruppengrößen, das alles wissen wir im Augenblick nicht und deshalb ist ein Prüfen nach allen Seiten unbedingt notwendig. Im Augenblick gebe es 14 Kinder unter zwei Jahren in der Warteschleife, die einen Platzanspruch im Kindergarten hätten. Von daher brenne die Problematik allen Verantwortlichen unter den Nägeln, meint Dieter Glahn. Die verbleibende Zeit soll deshalb intensiv genutzt werden, um alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Glahn: „Wir haben im letzten Jahr eine außergewöhnlich hohe Geburtenrate in den Bundenbacher Orten gehabt, von daher steht auch die Zukunft der Einrichtung nicht zur Diskussion.“