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Wegen hoher Kosten und langer Bauzeit
Kindergarten nach vorne erweitern?

 Geht es nach Ortsbsürgermeister Dieter Glahn, dann sollte der Kindergarten jetzt im vorderen Bereich erweitert werden.
Geht es nach Ortsbsürgermeister Dieter Glahn, dann sollte der Kindergarten jetzt im vorderen Bereich erweitert werden. FOTO: Norbert Schwarz
Großbundenbach. Der Großbundenbacher Bürgermeister sucht wegen Kosten und Bauzeit nach kreativen Lösungen. Von Norbert Schwarz

Der Elternbeirat des Kindergartens „Bundenbach“ wird zusammen mit den Mitgliedern der beiden Ortsgemeinderäte aus Groß- und Kleinbundenbach wie den jeweiligen Ortsbürgermeistern die neue Situation für die Erweiterung der Einrichtung in Großbundenbach nochmals diskutieren. Zu dieser Sitzung hat die Kindergartenleitung eingeladen, wie der Pfälzische Merkur gestern von Ortsbürgermeister Dieter Glahn aus Großbundenbach erfuhr. Zwar liegt für die Aufstockung des Gebäudes eine Baugenehmigung vor, doch die Genehmigung hat einen Vorbehalt: Die Deckentragfähigkeit bei dem Teil, der aufgestockt werden soll.

„Jetzt liegt das Ergebnis die Statikers Heller aus Dietrichingen vor und danach muss die Betondecke über dem Bereich, der aufgestockt werden soll, erheblich nachgebessert werden. Für mich als Ortsbürgermeister stellt sich die Frage, ob das jetzt alles noch in den Kostenrahmen passt. Vor dem Hintergrund des Kostenbeschlusses durch den Kleinbundenbacher Ortsgemeinderat wie den im Augenblick vorgegebenen Bauzeiten müssen wir uns in Großbundenbach die Frage stellen, ob das alles noch kostenmäßig für unseren Ort zu schultern ist“, so Dieter Glahn im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur.

Die ersatzweise Kinderbetreuung im großen Saal des Kleinbundenbacher Dorfgemeinschaftshauses sieht Glahn als wichtiges Überlegungsmoment. „Für eine kurze Bauphase ja, nach den neuen Erkenntnissen durch das Ergebnis des Statikers müssen wir aber mindestens mit einer einjährigen Bauphase rechnen.“ Daneben liegen der Kindergartenleitung weitere Kinderanmeldungen vor. Für fünf weitere Kinder muss jetzt schon zusätzlicher Platz geschaffen werden, für den Sommer 2020 soll es weitere Anmeldungen geben.



Für Dieter Glahn ist insbesondere die Frage nach einer wohl nicht zu umgehenden längeren Bauzeit Grund dafür, das jetzt nochmals alle an einen Beratungstisch müssen. Nachrangig dabei die Kostenfrage. Das Wohl der Kinder stehe im Vordergrund und eine Auslagerung über 12 Monate? Dieter Glahn hat da seine Bedenken, wenngleich die Kostenfrage gerade aus Großbundenbacher Sicht nicht unerheblich sei, schließlich gebe es den Beschluss über die Kostenobergrenze von 500 000 Euro aus Kleinbundenbacher Sicht.

Der Großbundenbacher Ortsbürgermeister sieht auch andere Lösungen, um das Raumproblem zu lösen. „Statt im rückwärtigen Bereich in der Höhe aufzustocken, könnten wir im vorderen Bereich zum Feuerwehrgerätehaus einstockig erweitern“, so Dieter Glahn. Der jetzt im Obergeschoß vorhandene Turnraum könnte für Gruppenräume des Kindergartens umgebaut werden. Dieser Turnraum, der auch als Sitzungssaal für die Zusammenkünfte der Ratsmitglieder und kleinerer Versammlungsraum der Ortsgemeinde eine multifunktionelle Nutzung haben soll, müsste vor der Eingangsfront des jetzigen Kindergartens entstehen. „Wir brauchen dann keine Deckendurchbrüche, keine Gaube auf dem Dach und ähnliche Dinge“ Gespräche mit dem Kreis- und Landesjugendamt sind für Oktober terminiert. Bis dahin sollte abgeklärt sein, mit welchen Fördermitteln die Ortsgemeinde rechnen kann. Entsprechende Gespräche mit der Verwaltung bei der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land sollen geführt werden, sagt Dieter Glahn.