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Bundenbacher Kita
Kindergarten: Einigung über Kosten

 Die Kindertagsstätte „Bundenbach“ in Großbundenbach wird umgebaut.
Die Kindertagsstätte „Bundenbach“ in Großbundenbach wird umgebaut. FOTO: nos
Großbundenbach/Kleinbundenbach. Die Erweiterung in Großbundenbach soll insgesamt 500 000 Euro kosten. Die Hälfte zahlen Land und Kreis. Von Norbert Schwarz

Irritationen zur Frage Kostenteilung bei der Erweiterung des „Bundenbacher“ Kindergartens mit seinem Sitz in Großbundenbach gab es in der zurückliegenden Zeit. Jetzt ist alles klar, beide Ratsgremien stimmten der ausgehandelten und schriftlich fixierten Zweckvereinbarung über die Kostenbeteiligung zu. Bei der Kostenübernahme von Kleinbundenbach gilt die Regelung, dass von der Gemeinde nicht mehr als 125 000 Euro im Höchstfall beigesteuert werden. Weitere Mehrkosten müsste Großbundenbach dann alleine übernehmen und finanzieren.

„Sämtliche Ratsmitglieder haben sich für die ausgehandelte Zweckvereinbarung ausgesprochen. Wir wollen weder bevorteilt noch benachteiligt werden. Das, was wir in der Vereinbarung fixiert haben, steht mit den Bestimmungen der Gemeindeordnung in Einklang. Allein das zählt und ist für unser Handeln als gewählte Bürgervertreter entscheidend“, stellte gestern in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur Ortsbürgermeister Karl Bißbort aus Kleinbundenbach fest. Zufrieden nahm auch Ortsbürgermeister Dieter Glahn die Kunde entgegen, dass die Ratsmitglieder der Nachbargemeinde dem ausgehandelten Vertragswerk uneingeschränkt zustimmten und es nunmehr an die tatsächliche Arbeit gehen kann. Für ihn zählt jetzt mehr die Umsetzung, statt dem Blick zurück.

 Die Kosten für die nunmehr bevorstehende Erweiterung sind auf 500 000 Euro geschätzt. Vom Land erwartet die Ortsgemeinde Großbundenbach als Einrichtungsträgern eine Zuwendung in Höhe von 150 000 Euro. Der Zuschussbetrag des Landkreises Südwestpfalz wird in der Zweckvereinbarung mit 100 000 Euro angegeben. Es würde somit ein ungedeckter Aufwand in Höhe von 250 000 Euro verbleiben. Diesen Betrag teilen sich jetzt die beiden Nachbargemeinden paritätisch mit der Maßgabe für Kleinbundenbach, dass der Betrag auf keinen Fall höher wird. Dazu Dieter Glahn aus Großbundenbach: „Unser Planer Josef Obermeier hat jetzt nochmal alles gerechnet und abgewogen. Bei den Baukosten kommt dieser, der ja selbst Bürger unseres Ortes ist, auf nunmehr 394 000 Euro. Das ist schon mit spitzer Feder gerechnet, viel Spielraum zusätzlich besteht nicht, doch wir glauben mit dieser Kostensumme hinzukommen“.



Die Zeit drängt, denn bis zum Jahresende sollen die Erweiterungsarbeiten bereits abgeschlossen sein. Bis Mitte März rechnet Glahn mit der Vorlage der Genehmigungsplanung beim Bauamt der Kreisverwaltung Südwestpfalz, das für die Baugenehmigung zuständig ist. Planer Josef Obermeier kenne sich ja mit solchen Projekten aus, findet der Großbundenbach Ortsbürgermeister der davon ausgeht, dass die Prüfungsphase bei der zuständigen Behörde schnell abgeschlossen werden kann. Spätestens mit der Weitergabe der Planunterlagen an das Landesjungdamt zur Stellungnahme, will Dieter Glahn den vorzeitigen Baubeginn beantragen. „Uns läuft sonst die Zeit davon. Wir haben mit der Nähe zum denkmalgeschützten Bauwerk (Martinskirche in Großbundenbach) eine besondere Situation, wir haben einen gemeinsamen Nenner mit der Denkmalschutzbehörde gefunden, jetzt müssen alle gleichfalls mitspielen, dass schnell die Baugenehmigung erteilt werden kann.“ Glahn sieht auch die Probleme, welche durch die Kommunalwahlen entstehen können und kann sich deshalb vorstellen, dass schon bei konstituierenden Sitzungen die Gremien mit „Alltagsarbeit“ konfrontiert werden.

Räumlichkeiten für einen Bewegungs- und Gruppenraum sollen jetzt mit dem Anbau geschaffen werden. Zugleich wird der vorhandene Sanitärbereich gänzlich erneuert und ein neuer Schlafbereich für die U3-Kinder eingerichtet. Ein zunächst vorgesehenes Flachdach beim Kindergarten fand keine Zustimmung der Denkmalschutzbehörde. Das dafür vorgesehene Satteldach verursacht Mehrkosten und ist bautechnisch weitaus schwieriger in die vorhandene Bausubstanz einzubinden. Um den vor Monaten bereits geschaffenen zweiten Fluchtweg wird die Einrichtung auch künftig nicht auskommen. Wie Dieter Glahn erläuterte, sollen Kosten dadurch eingespart werden, dass der notwendige Fahrstuhl nicht bis zum Dachgeschoss gebaut wird. Dieser Hausbereich als Lagerstätte soll vielmehr über eine breite Treppe zugänglich gemacht werden.

Wie Ortsbürgermeister Karl Bißbort erklärte, will die Ortsgemeinde Kleinbundenbach künftig auch sichergestellt wissen, dass der eigentliche „Betrieb“ des Kindergartens so geregelt wird, wie das in der Zweckvereinbarung jetzt nochmals festgeschrieben wurde.