| 21:43 Uhr

Kleinsteinhausen
Kerwered ohne Straußjugend

Kerwe feierten die Kleinsteinhauser an diesem Wochenende und alle waren froh, dass es zumindest eine zünftige Kerwerede gab.
Kerwe feierten die Kleinsteinhauser an diesem Wochenende und alle waren froh, dass es zumindest eine zünftige Kerwerede gab. FOTO: Norbert Schwarz
Kleinsteinhausen. Nächstes Jahr wollen die Kleinsteinhausener wieder das komplette Programm auf die Beine stellen.

Ein Großereignis ist noch immer für die Dorfbewohner das Fest der Kerwe. Im Mittelpunkt, wie seit vielen Jahren überhaupt, steht dabei das Sportheim des Fußball-Clubs Kleinsteinhausen, gern auch des „kleinen FCK“ genannt. Von Freitag an ging dort täglich die Post ab, wurde viel gelacht und zünftig gefeiert, bewiesen die „Chefköche“ im Sportheim wieder einmal ein glückliches Händchen, sorgten die heimischen FCK-Kicker mit ihrem Kerwesieg für eine furiose Stimmung am Sonntag und setzten Franziska Walter zusammen mit Max König als Kerweredner dem bunten Kerwetreiben beim Sportheim sozusagen die Krone auf.

„Ihr Leid unn Kerwegäschd, scheen dass na den Weg gefunn uff unser Feschd“, dankten die beiden aus hoher Warte“ und bedauerten dabei gleich zu tiefst, dass das Thema Strauß unn Straußbuwe in diesem Jahr ausgefallen seien. „Die Leid hann leider in dem Joor nimme gereicht, dabei fiel allen das Drinke im ledschde Joor jo noch ziemlich leicht.“ Die Trinkfestigkeit könnte also für den diesjährigen Ausfall keine Ursache gewesen sein, zumal die Truppe, wie beim kurzen Rückblick gleich zum Auftakt zu vernehmen war, mächtig „Gas gegeben“ habe im letzten Jahr. Beim Singen, so forderten Franziska Walter und Max König deshalb, müssten sie jetzt die siegreichen Kerwefußballer unterstützen, die Bierbecher könnten die ja ohnehin gut stürzen.

Alte Mitstreiter wurden auch auf die Schipp genommen und natürlich war auch die Großbaustelle im Ort ein heißes Thema bei der diesjährigen Kerwerede. „Ob ´sich jetzt iwwerhaupt nochmol jemand no Kleensteenhause verirrt, durch die Baustell sind die Leid eh schon komplett verwirrt. Irgendwo ruff und wärre nunner, dass kenner verlor gang is, grenzt an e Wunner. Mir hoffe der Spuk is bald vorbei damits mol uffhert mit der Sauerei. Doch eigentlich hat dies doch e positiver Sinn, die ganze Unebenheiten sin anschließend dahin. Also siehns halb so wild, macht doch gleich e viel schennes Bild. Bald es es jo ah geschafft, nedd zu vergesse dodebei ah die Führungskraft…“



Am Geschehen bei den Kickern kamen die beiden Redner gleichfalls nicht vorbei und dass der langjährige Vorsitzende öffentlich ans Aufhören denke, wurde am Sonntag bei der Kerwerede wie folgt glossiert: „Bekannt geb hat de Heinz schon vor langer zeit, das er is ver de erschde Vorstand nimmi bereit. Mit Herz und Verstand hat der geleitet denne Lade, gezoh han ma mit dem an ennem Fade.“ Der Tausch der Dorfschilder wurde thematisiert und natürlich durfte bei aller Freude auch die Trübsal darüber nicht fehlen, dass man gegen den sportlichen Nachbar aus Großsteinhausen einfach nicht mehr gewinnen kann.

Der Blick für die Geschehnisse im Dorf blieb keineswegs auf der Strecke, selbst die Ereignisse von Einheimischen beim Stadtfest in Zweibrücken wurden an passender Stelle in der Rede honoriert. Viel Beifall gab es deshalb für die Schreiberin Sarah Hüther und eines versprachen die Franziska und der Max zudem: Im kommenden Jahr soll es an gleicher Stelle, dann auch mit Kerwestrauß, Straußmädels und Straußbuben wieder weiter gehen.