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| 23:51 Uhr

Landkreis Südwestpfalz
Keine Denkverbote für Kreisverwaltung

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Contwig wird derzeit erweitert und generalsaniert.
Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Contwig wird derzeit erweitert und generalsaniert. FOTO: Kreisverwaltung
Pirmasens/contwig. Premiere für Südwestpfalz-Bauausschuss. — Landrätin geht Zukunft des Gebäudes am Sommerwald offensiv an. Von Guido Glöckner

  Premiere feierte am Mittwoch der Bauausschuss im Kreistagssaal in Pirmasens. Zum Auftakt gab Landrätin Susanne Ganster (CDU) dem neugegründeten Gremium, das sich intensiv mit den Bauprojekten des Landkreises beschäftigen soll, einen ausführlichen Überblick über die vier größten laufenden und geplanten Bauprojekte. In den Mittelpunkt der Information und Diskussion schob sich die Zukunft des Verwaltungsgebäudes der Kreisverwaltung am Pirmasenser Sommerwald.

Die Landrätin kündigte an, dass sie den Bauausschuss künftig einmal im Monat einladen will, um einmal regelmäßig über die Fortschritte der Bauvorhaben zu informieren, zum anderen um zeitnah Auftragsvergaben vorzunehmen und Entscheidungen treffen zu können: „Damit es mit den Bauprojekt zügig vorwärts geht.“ Beschäftigen müssen sich die Ausschussmitglieder aktuell vor allem mit der zu Ende gehenden Erweiterung und Generalsanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Contwig, der Realschule plus in Hauenstein mit der Sanierung der Sporthalle und dem Neubau einer Mensa, einer geplanten Außensportanlage für die Integrierte Gesamtschule in Waldfischbach-Burgalben und natürlich auch mit dem Kreisverwaltungsgebäude, das dringend eine Generalsanierung braucht – oder gar durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Die Landrätin will noch in diesem Jahr Fortschritte machen, die zu einer Entscheidungsfindung führen sollen: Momentan arbeite die Kreisverwaltung intern an einem Raum- und Funktionsplan, der klären soll, wie viel Platz die Verwaltung eigentlich braucht. Gleichzeitig werde ein Gutachten erstellt, das den energetischen Sanierungsbedarf des 45 Jahre alten Verwaltungsgebäudes auflisten und bewerten soll. Diese Vorarbeiten, die im Sommer abgeschlossen werden sollen, seien notwendig, so Susanne Ganster, um danach mehrere Zukunftsvarianten mit groben Kostenschätzungen erstellen zu können. „Ich will da keine Denkverbote“, kündigte die Landrätin an, denn vom Neubau auf der grünen Wiese über die Generalsanierung des alten Gebäudes und Anbauten am jetzigen Standort bis zur Sanierung am Sommerwald und Auslagerung von Abteilungen gebe es viele Möglichkeiten. Sie sollen zunächst einmal alle in Betracht gezogen werden, danach würden die Vorgaben des Landes für eine Bezuschussung und die wirtschaftlichen Zwänge des Landkreises zu einer Entscheidung führen.

Im Herbst will die Landrätin aber schon erste Gespräche mit der Landesregierung in dieser Sache führen. Denn die Zeit dränge, das Gebäude weise eklatante Schäden auf und die Platznot sei für Mitarbeiter und Bürger kaum noch zumutbar, betonte Susanne Ganster, dass sich auf jeden Fall etwas tun müsse in Sachen Verwaltungsgebäude – im Obergeschoss dringe durch das Dach schon Wasser ein.

Als „Herkulesaufgabe“ bezeichnete SPD-Ausschussmitglied Jürgen Herzog dieses Projekt, FDP-Politiker Reinhold Hohn unkte, dass es um die Frage „Mercedes oder VW“ gehe. Ihm widersprach CDU-Fraktionssprecher Dirk Palm: „Das ist kein Wunschkonzert, das Land macht die Vorgaben, danach müssen wir unser Projekt ausrichten.“

Informiert wurde aber auch über die drei laufenden und geplanten Schulprojekte: Die Generalsanierung und Erweiterung der IGS Contwig geht in die Endphase. Zum Schuljahreswechsel im Sommer sollen die Schüler von den Containern in den Neubau umziehen, kündigte die Landrätin an. Fraglich ist lediglich, ob die Außenanlagen rechtzeitig fertig werden, ergänzte Peter Martini, der Leiter des Kreisbauamtes, da könne noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Das Schul-Großprojekt liege aber im Zeitplan und auch die Gesamtkosten werden nicht überschritten.

Verzögerungen gibt es bei der Sanierung der Sporthalle der Realschule plus in Hauenstein, weil die Ausschreibung für die Dachsanierung wiederholt werden muss – im ersten Anlauf waren die Gebote zu hoch. Martini geht von einem Abschluss der Sanierungsarbeit bis Ende August aus. Ein Problem gibt es auch beim Neubau der Mensa, die netto 400 000 Euro kosten wird. Die Kreisverwaltung hat sich vom bisherigen Architekturbüro getrennt, und die Zuschussbewilligung des Landes steht noch aus. Erst wenn von dort grünes Licht kommt, könne ein neues Planungsbüro gesucht werden. Allerdings ist die Baugenehmigung schon vorhanden, sodass es recht schnell auch mit der Ausschreibung und dem Baubeginn weitergehen könnte – auf neun Monate ist die Bauzeit geschätzt

Die IGS Waldfischbach-Burgalben benötigt dringend eine neue Außensportanlage. Momentan laufen Gespräche mit der Ortsgemeinde und Vereinen, ob eventuell deren Sportanlagen mitgenutzt werden können oder eine eigene bauliche Lösung kommt.