| 22:30 Uhr

Contwig
Karlheinz Bärmann bleibt Bürgermeister

 Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann (links) bleibt in Contwig im  Amt. Sein Herausforderer David Betz gratulierte dem Sieger.
Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann (links) bleibt in Contwig im  Amt. Sein Herausforderer David Betz gratulierte dem Sieger. FOTO: Norbert Schwarz
Contwig. Sein SPD-Herausforderer David Betz bekam 36,8 Prozent der abgegebenen Stimmen in Contwig. Von Norbert Schwarz

(cos) Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann (CDU) bleibt im Amt. Derweil 1571 Wahlberechtigte für den bisherigen Amtsinhaber votierten, erreichte sein Herausforderer David Oliver Betz (SPD) nicht die 1000-Stimmen-Marke. Für Betz wurden 914 gültige Stimmen am Wahlabend in den sieben Wahlbezirken gezählt.

„Das Ergebnis ist trotzdem nicht schlecht“, findet der Unterlegene schon nach dem Bekanntwerden der ersten Auszählungen und meint: „Es ist zumindest besser als das meiner Vorgänger von der SPD, die versucht haben, dem vorherigen Ortsbürgermeister Wilhelm Sefrin oder danach Karl-Heinz Bärmann das Amt streitig zu machen. Ich jedenfalls habe im Wahlkampf alles gegeben, habe versucht unmögliches möglich zu machen und es scheint mal so, dass ich mich für dieses Wahlergebnis nicht schämen muss.“

Da konnte die Frage nicht ausbleiben, ob in fünf Jahren wiederum der Kandidat David Oliver Betz auf der Matte steht und es gegen einen CDU-Kandidaten probiert? „Wenn meine Parteifreunde das wünschen, dann werde ich wieder den Ring in den Hut werfen. Der Wahlkampf hat mir persönlich viel gegeben, die Gespräche mit den Bürgern und Wählern sind sehr interessant gewesen. Auf jeden Fall ist es eine positive Erfahrung für mich gewesen“, so Verlierer David Oliver Betz. Für den weiteren Amtsinhaber Karl-Heinz Bärmann ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Der sieht im hohen Bürgerzuspruch einen Beweis für die gute, geleistete Arbeit.



Wie sich die weitere Zusammenarbeit im Rat gestaltet, konnte bei Redaktionsschluss noch niemand sagen, denn da wurde im Contwiger Rathaus noch eifrig am Auszählen der Stimmzettel gearbeitet. Das gesamte Rathaus war Stimmlokal. Von der Bücherei aus bis hoch in den Wilhelm-Sefrin-Saal waren die fünf Stimmlokale verteilt. Zudem gab es im Ortsteil in der Schulturnhalle zwei Stimmlokale, also insgesamt konnten in sieben verschiedenen Stimmlokalen an zwei zentralen Punkten die rund 2600 Wähler ihre Stimmen abgeben. „Wir müssen ja nach ganz bestimmter Vorgabe das Auszählen vornehmen, erst die Europawahl, dann Kreis und die Wahl der Ortsbürgermeister. Die Zusammensetzung für die Ortsparlamente, was natürlich die Bürger am meisten hier vor Ort interessiert, wird es noch dauern, die kommen erst ganz zum Schluss dran.“

Bei Karl-Heinz Brügel liefen derweil die Drähte zusammen, wurden weitere Gesamtergebnisse erstellt. Derweil per Schnellmeldung beispielsweise noch die Ergebnisse der Wahl zum Europaparlament durchgegeben wurden, sammelte Ortsbürgermeister Bärmann später die Speichersticks ein, auf denen die Daten für den Kreistag erfasst gewesen sind. Die Gesamtergebnisse wurden beim Büroleiter Brügel für die gesamte Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land erstellt. Bei Redaktionsschluss gegen 22 Uhr sah es nicht danach aus, als würde sich gegenüber den Wahlen aus 2014 etwas bessern. Damals, so Karl-Heinz Brügel, habe die Verwaltung bis morgens um 2 Uhr gearbeitet um alles unter Dach und Fach zu haben. Das wollte Brügel diesmal vor Mitternacht schaffen, doch weil in einigen Orten doch nicht alles ´zusammenlief wie geplant, stellte sich der Behördenleiter wieder auch eine lange Wahlnacht ein.