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Ortsgemeinderat
Käshofen sucht einen Helfer

 Helfende Hände sind in Käshofen immer gesucht und werden gebraucht, weil viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden.
Helfende Hände sind in Käshofen immer gesucht und werden gebraucht, weil viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden. FOTO: Norbert Schwarz
Käshofen. Gesucht wird ein Langzeitarbeitsloser, der sich insbesondere um die Grünanlagen kümmern soll. Von Norbert Schwarz

Vorbehaltlos sind die Käshofer Ratsmitglieder dafür, dass einem Langzeitarbeitslosen aus dem Landkreis die Möglichkeit eröffnet wird, eine Teilhabechance zu bekommen. Ortsbürgermeister Klaus-Martin Weber sprach von einer Win-Win-Chance. Das Teilhabechancen-Gesetz des Bundes aus diesem Jahr eröffnet die Möglichkeit. Ob die Ortsgemeinde allerdings zum Zuge kommt, bleibt abzuwarten.

 „Vielleicht haben wir Glück und es meldet sich jemand aus der Nachbarschaft. Es gibt schon in unserer Nachbarschaft Orte mit Personen, die für einen solchen Arbeitsplatz in Frage kämen“. Wie Weber dem Rat weiter berichtete, gibt es im gesamten Landkreis etwa 100 Personen, die für eine solche Förderung in Frage kämen. Innerhalb der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wären es 16 Langzeitarbeitslose, die sich melden könnten, um wieder in einen Arbeitsprozess eingegliedert zu werden. „Wir wollen in jeder Beziehung Hilfestellung geben. An Arbeit mangelt es uns ja nicht“, so der Ortsbürgermeister.

Insgesamt kann die Arbeitsstelle bei der Gemeinde auf fünf Jahre gefördert werden. In den ersten beiden Jahren erfolgt dies zu 100 Prozent. Im fünften Jahr sind es immerhin noch 70 Prozent. Im ersten Jahr käme noch eine Betreuung durch das Job-Center hinzu, machte Weber den Ratsmitgliedern die Entscheidung schmackhaft. Diese diskutierten insbesondere die sozialen Aspekte, aber auch die Unterbringung des möglichen Mitarbeiters während seiner Beschäftigungsdauer vor Ort. Insbesondere die Pflege der Grünanlage soll ein Aufgabenbereich sein. Weber: „Wir haben allein beim Mehrgenerationenplatz und beim Spielplatz für die Kinder viel zu tun. Hier fehlt uns dringend eine Kraft.“



Unabhängig davon haben sich die Ratsmitglieder in der Sitzung dafür ausgesprochen, dass ein mobiler Laubsauger angeschafft wird. Dieser bietet zudem die Möglichkeit zum Kehren. Das selbstfahrende Saug- und Kehrgerät soll etwas mehr als 1800 Euro kosten. Unter den Anbietern ist das Geräteunternehmen Manz aus Kleinbundenbach am kostengünstigsten gewesen. Ihm ist Lieferauftrag erteilt worden. Das „Spielgerät „Fuchsbau“ soll in den kommenden Wochen aufgebaut werden. Die Ratsmitglieder rechnen mit einer Wetterbesserung.

Leichtes Schmunzeln war bei den Ratsmitgliedern auszumachen, als der Vorsitzende über die Anfrage aus dem benachbarten Stadtteil Mörsbach berichtete. Von dort war die Frage gestellt worden, ob Käshofen weiterhin an seinem Dorffesttermin festzuhalten gedenkt. Einmütige Feststellung auf Käshofer Seite: „Wir organisieren weitaus länger als unsere Nachbarn das Dorffest am dritten Juli-Wochenende. Weshalb sollten wir jetzt einen anderen Termin wählen?“

Am 16. und 17. Juni wird im Nachbardorf Wiesbach die erste urkundliche Erwähnung des Ortes vor 750 Jahren gefeiert. Schnell einig waren sich die Ratsmitglieder darin, dass am Umzug eine Abordnung der Gemeinde teilnimmt. Noch ungeklärt ist die Art und Weise, das soll jetzt kurzfristig entschieden werden. Den Verantwortlichen schwebt auf jeden Fall etwas mit der alten Feuerwehrspritze vor.

Zum Sitzungsbeginn war einer vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes „Im Bauert“ zugestimmt worden.  Gleiches galt für die Ergänzungssatzung „Friedhofstraße“.