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Auch Verbesserungsvorschläge
Jury lobt Großsteinhausen sehr

Auch viele Bürger nahmen sich die Zeit, beim Jury-Rundgang für Großsteinhausen Flagge zu zeigen.
Auch viele Bürger nahmen sich die Zeit, beim Jury-Rundgang für Großsteinhausen Flagge zu zeigen. FOTO: Norbert Schwarz
Großsteinhausen. Der Kommissionsbesuch gestern lässt hoffnungsvoll auf den Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ blicken. Von Norbert Schwarz

Gestern war ein großer Tag für die Dorfgemeinschaft von Jung bis Alt in Großsteinhausen: In der Kreissiegergemeinde in der Sonderklasse des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunf“ blickten sich fast zwei Stunden lang die Mitglieder der Bezirkskommission um, machten eifrig Notizen und stellten viele Fragen. Ob auf den Bewertungsbögen so viele Punkte zusammenkamen, dass es zum Landesentscheid reicht, wird am 9. Juli bekanntgegeben.

Eines aber steht jetzt schon fest: Die Dorfgemeinschaft mit Bürgermeister Volker Schmitt und den Gemeinderäten konnte einmal mehr ein Ausrufezeichen setzen.

„Ich kenne den Ort vom letzten Jahr und da habe ich mir schon meine Gedanken gemacht und innerlich die Frage gestellt, was können die Großsteinhauser Neues bieten“, sagte der Juryvorsitzende Thilo Gruber von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und zollte volle Anerkennung: „Respekt, hier können sich die Bürger wohlfühlen, hier findet jeder etwas, wo er dazugehören kann!“



Die Vorsitzende der Landjugend Rheinland-Pfalz Theresa Giloi (in der Jury für bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten zuständig) sah das ähnlich: „Dieses ,Großsteinhausen aktiv’, das ist die richtige Bezeichnung für den Ort schlechthin. Projekte, Verknüpfungen, öffentlicher Bücherschrank, es wird viel für die Dorfgemeinschaft getan und umgekehrt viel von dieser geleistet, so mein Eindruck.“

Als Zukunftsaufgabe riet Giloi, auch verstärkt die dörfliche Vergangenheit ins Bewusstsein zu bringen, was für Diplomingenieur Hans Jürgen Wolf (in der Kommission zuständig für die bauliche Entwicklung und Baugestaltung) sofort aufgegriffen wurde. Er wisse um die ausgezeichnete Ausarbeitung von Klaus Freyler über die heftige Zerstörung des Ortes im Krieg. Mit Schautafeln an markanten Punktgen ließe sich da manches für Ortsfremden und die jüngeren Dorfbewohner ins Bewusstsein bringen.

Diplomingenieur Robert Tiesler (auf wirtschaftliche Initiativen und Entwicklungskonzepte fokussiert) pries den Dorfladen und die sehr ansprechend gestaltete Ortsdurchfahrt, welche sich mit ihren Gestaltungsmerkmalen auch in den Seitenstraßen fortsetze.

Tatjana Fuchs schwärmte: „Es ist und bleibt eine Wohltat, durch euren Ort zu gehen.“ Dazu trügen insbesondere Bauerngärten und andere gelungene Gartengestaltungen bei. Fuchs empfahl, auch beim Ausbau der alten Straßenzüge das vorhandene Flair beizubehalten.

Walter Gehm schätze wie die übrigen Jurymitglieder den spürbaren Geist einer intakten Dorfgemeinschaft. „Bienen brauchen Freunde“, hatten die Kita-Kinde zur Begrüßung gesungen, und Gehm fand es großartig, dass die Kinder draußen auf dem Feld ihren Kartoffelacker haben den sie mit vielen bestellen. Wie sehr Jung und Alt im Ort zusammengeführt würden sei spürbar, daran sollte nicht allein festgehalten sondern emsig weiter gearbeitet werden.

Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker begleitete zeitweise die Jury, die Kreisbeigeordnete Martina Wagner übermittelte Grüße von Landrätin Susanne Ganster.