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Für ein sauberes Hornbach
Jede helfende Hand ist wertvoll

Fleißige Ehrenamtler: Den Kreisel in Hornbach hat die Gruppe vor einigen Tagen von jeder Menge Unkraut befreit.
Fleißige Ehrenamtler: Den Kreisel in Hornbach hat die Gruppe vor einigen Tagen von jeder Menge Unkraut befreit. FOTO: nlg / Nadine Lang
Hornbach. Eine Hornbacher Gruppe kümmert sich seit 15 Jahren ehrenamtlich voller Elan um die zahlreichen Grünflachen in der Klosterstadt. Doch Nachwuchs wird knapp. Von Nadine Lang

Mit jedem Eimer, den die sieben Ehrenamtlichen am Freitagmorgen leeren, wird der Hänger mit Unkraut immer voller. „Wir beschränken uns heute aufs Unkraut und beim nächsten Arbeitseinsatz schneiden wir die Sträucher auf dem Kreisel“, erklärt Ehrentraud Netolitzky. „Ehrenamtlich für unsere Stadt“ steht auf den T-Shirts der Mitmacher und es ist ihnen anzumerken, dass sie mit Elan bei der Sache sind.

Seit dem Jahr 2003 gibt es diese Gruppe nun schon, die sich regelmäßig um die vielen Hornbacher Grünflächen kümmert, nachdem der Bürgermeister auf der Suche nach Helfern war. Durch das Animieren von Freunden und Bekannten fand sich auf diese Art eine Gruppe zusammen, die sich sozial engagieren wollte, die Klosterstadt damit aufwerten, die Gemeinschaft und Kameradschaft pflegen, etwas Neues erschaffen und dem Alleinsein und der Vereinsamung vorbeugen wollte.

Seitdem sind schon viele Projekte umgesetzt worden, wie etwa das Anlegen von Treppe und Wegen auf dem Friedhof und die Pflege diverser Grünanlagen. „Wir sind ein zusammengewürfelter Haufen“, berichtet Gerhard Conrad. Das zeigt sich auch im unterschiedlichen und teils recht hohen Alter.



Das ist auch mit ein Grund, weshalb sich die fleißige Truppe stetig verkleinert, denn nicht jeder kann mit über siebzig Jahren noch für mehrere Stunden Unkraut jäten. „Für unsere Truppe ist jede Person wertvoll, die sich einbringt, selbst wenn es nur eine Stunde ist. Jeder braucht nur das zu arbeiten, was er kann und so viel er kann. In der Regel arbeiten wir nur alle vier bis fünf Wochen einmal“, erklärt Netolitzky, die sich wünscht, noch mehr Mitmacher gewinnen und mitreißen zu können.

Nach der gemeinsamen Arbeit geht die Gruppe für gewöhnlich zum geselligen Teil über. Dann wird zum Abschluss immer noch zusammen eine Kleinigkeit gegessen oder getrunken und sich über das gemeinsam Erreichte gefreut: „Man sieht das Resultat und das gibt uns eine gewisse Befriedigung“, erklärt Ehrentraud Netolitzky.