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ANZEIGE Ich lebe gerne in Dellfeld
In Dellfeld gibt es viel zu entdecken

Der Ruheplatz des Rundwanderwegs ist schon fertig.
Der Ruheplatz des Rundwanderwegs ist schon fertig. FOTO: nob / Norbert Rech
Am 25. August wird in dem kleinen Schwarzbachtalort der Rundwanderweg samt Ruheplatz eröffnet. Von Norbert Rech

Dellfeld hat eine wunderschöne Natur. Davon können sich Wanderer und Besucher auf ihren Touren durch das Schwarzbachtal überzeugen. Es gibt viel zu sehen. Tiere, seltene Pflanzen – selbst Fische können noch im Bach entdeckt werden.

Damit sich Einheimische und Fremde noch besser zurechtfinden hat die Ortsgemeinde jetzt einen Rundwanderweg ausgewiesen. „Dieser wird am 25. August eingeweiht“, informiert der Dellfelder Beigeordnete Achim Wagner, der zurzeit die im Urlaub befindliche Ortsbürgermeisterin Doris Schindler vertritt. Inzwischen steht den Spaziergängern auch ein Ruheplatz zur Verfügung. Zwei Bänke und der der Tisch hat die örtliche SPD spendiert. Die dritte Bank stammt aus dem Erlös der Adventsfensteraktion. Der Weg selbst werde noch beschildert.

Die Wanderer sollten sich in Dellfeld vor allem auch die Kirche anschauen. Sie bildet schon seit rund tausend Jahren den Mittelpunkt der Gemeinde, erzählt Wagner. Doch vom ursprünglichen Gotteshaus ist heute lediglich der romanische Turm zu sehen, der unter Denkmalschutz steht. Das Kirchenschiff wurde 1923 abgerissen und durch einen Neubau im gleichen Baustil ersetzt.



Besonders sehenswert sind die von der Kaiserslauterer Kunstglaserei Roeder geschaffenen Fenster. So werden im Altarraum Martin Luther, das Gleichnis vom Sämann und der Schwedenkönig Gustav Adolf dargestellt. Von Letzterem wird im Ort eine Sage erzählt: Der König sei auf einem weißen Ross vor dem Ort erschienen, woraufhin sich das Elend des Dreißigjährigen Krieges in Dellfeld gemildert habe.

Im Ort selbst gibt es eine Reihe von schönen historischen Häusern, die in den vergangenen Jahren liebevoll restauriert wurden. Teilweise sind die Gebäude fast 200 Jahre alt. In der früheren Lehrerwohnung befindet sich heute das protestantische Gemeindehaus. Ein Blickfang ist auch die alte Schule, deren erster Stock 1843 gebaut wurde. 1874 wurde ein Obergeschoss daraufgesetzt. Das Gebäude ist ein spätklassizistischer roter Sandsteinbau mit einem umlaufenden Dachsims. Nach dem Neubau der Schule diente das Haus bis 1972 als Bürgermeisteramt. Heute wird es von Vereinen und der Feuerwehr genutzt. Sehenswert sind außerhalb des Dorfes der Fischweiher und die Hügelgräber der Kelten. Es handelt sich dabei um sechs Gräber im Dellfelder Wald (First). Aber auch ein Abstecher nach Falkenbusch und zur Ziegelhütte könnte sich lohnen. Dellfeld sei allerdings nicht nur für Spaziergänger interessant, betont Wagner. So gebe es auch einen tollen Radweg nach Rieschweiler. Es handele sich dabei um das letzte Teilstück der überregionalen Strecke nach Frankreich.

Mit dem Rad- und Rundwanderweg habe Dellfeld sein touristisches Angebot deutlich verbessert. „Dazu kommen noch die beiden Bahnhöfe, die es Fremden erleichtern auch ohne Auto zu uns zu kommen“, wirbt der Beigeordnete. Schon jetzt seien unzählige Besucher im Schwarzbachtal unterwegs und würden hier ihre Freizeit verbringen. ⇥nob

Das Schulhaus in Dellfeld wird heute von Vereinen und der Feuerwehr genutzt.
Das Schulhaus in Dellfeld wird heute von Vereinen und der Feuerwehr genutzt. FOTO: nob / Norbert Rech