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Große Ehre für Hans Jörg Duppré
„Immer da für seinen Landkreis“

Dem ehemaligen Landrat Hans Jörg Duppré wurde durch seine Nachfolgerin Susanne Ganster die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Dem ehemaligen Landrat Hans Jörg Duppré wurde durch seine Nachfolgerin Susanne Ganster die Ehrenbürgerwürde verliehen. FOTO: Pertsch
Südwestpfalz. Der frühere Landrat Hans Jörg Duppré ist jetzt Ehrenbürger der Südwestpfalz. Von Guido Glöckner

„Er war immer da für seinen Landkreis und seine Bürger“: Diese Feststellung traf Laudator Ernst Hügel, als er auf das 38 Jahre dauernde Wirken von Hans Jörg Duppré als Landrat zurückblickte. Am Montag wurden dem 73-jährigen CDU-Politiker, dessen Amtszeit 2017 endete, an seinem Geburtstag von seiner Nachfolgerin Dr. Susanne Ganster die Ehrenbürgerrechte des Landkreises verliehen. Erst zum zweiten Mal in der 200-jährigen Geschichte des Landkreises wurde mit Duppré ein Ehrenbürger ernannt – der inzwischen gestorbene einstige Kreisdeputierte Paul Durm war bis dato der einzige Kreisehrenbürger gewesen. Der frühere Landrat selbst hatte vor sieben Jahren bei Durms Ernennung gewarnt, die Auszeichnung inflationär zu vergeben, erinnerte die Landrätin, und beantwortete zugleich die Frage, warum der Kreistag kaum zwei Monate nach Dupprés Ausscheiden entschieden hatte, ihn zum Ehrenbürger zu ernennen: „Er bekommt diese Auszeichnung nicht, weil er 38 Jahre im Amt war, sondern weil er dieses Amt über diesen Zeitraum zum Wohl der Bürger ausgeübt hat.“

Der Laudator und SPD-Politiker Ernst Hügel hatte den früheren Landrat Duppré 13 Jahre lang, von 2001 bis 2014, als erster Kreisbeigeordneter an der Landkreisspitze begleitet. Unmöglich sei es, alle Ämter und Leistungen, alle Erfolge und Ergebnisse aus den 38 Jahren Dupprés als Landrat aufzuzählen, warnte Hügel gleich zu Beginn.

Der Laudator schlug dennoch gekonnt den Bogen von den turbulenten Anfangsjahren des jungen Landrates, der 1979 in die Region kam, bis zur letzten wichtigen Entscheidung Dupprés, die den Landkreis in die Zukunft führt: schnelles Internet für alle Kreisbürger. Dupprés vielleicht wichtigste Entscheidung: Er machte den Landkreis zur Optionskommune, die auch Langzeitarbeitslose betreut. Dadurch sank die Arbeitslosgkeit in den vergangenen Jahren von zehn auf vier Prozent.



Hügel skizzierte aber auch den Menschen Duppré, wie er ihn kennengelernt hatte, er erinnerte an die „preußischen Tugenden“ des früheren Landrats, dessen Disziplin und Distanz, die aber auch gepaart waren mit der Kunst, mit Menschen umgehen zu können und die Sprache junger Menschen zu sprechen. Hügel: „Er ist auch ein lebenslustiger Mensch und Unterhalter.“

Hügel nahm die Festgäste mit auf eine kurzweilige Zeitreise durch Dupprés Amtszeit und schloss mit dem Fazit: „Er war immer do - fa die Leit“ und zudem immer ein „Landrat zum Anfassen“ gewesen.