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Neujahrsempfang Wiesbach
Im Juni wird ganz groß Jubiläum gefeiert

 Noch einmal lud die Ortsgemeinde mit Emil Mayer (links) an der Spitze zu einem Neujahrsempfang ein. Dieser wartete mit einer ganz besonderen Mitteilung auf. Nach 15 Jahren Amtszeit ist für ihn jetzt Schluss.
Noch einmal lud die Ortsgemeinde mit Emil Mayer (links) an der Spitze zu einem Neujahrsempfang ein. Dieser wartete mit einer ganz besonderen Mitteilung auf. Nach 15 Jahren Amtszeit ist für ihn jetzt Schluss. FOTO: Norbert Schwarz
Wiesbach. Wiesbach wird 750 Jahre alt. Ortsbürgermeister Emil Mayer kündigt bei Neujahrsempfang Rückzug an. Von Norbert Schwarz

 „Für halbe Sache bin ich nicht zu haben. 15 Jahre habe ich das Amt des Ortsbürgermeisters bekleidet. Meine Gesundheit erlaubt es nicht, dass ich dieses Ehrenamt weiter mit ganzer Kraft wahrnehme. Deshalb steht definitiv fest, dass bei der Kommunalwahl im Mai auch ein neuer Ortsbürgermeister von Wiesbach gewählt wird“, betonte Emil Mayer am Sonntag beim Neujahrsempfang im Dorfgemeinschaftshaus.

Um eine weitere Negativmeldung kam Mayer nicht herum. Weil am Stichtag zum Ende des Monats Juni im letzten Jahr die Einwohnerzahl des Ortes unter die Grenze von 500 Bürgern fiel, wird der neue Ortsgemeinderat nur noch acht Mitglieder (vier Mitglieder weniger) umfassen. „Es ist bedauerlich, denn schon einen Monat später lagen wir wiederum über der magischen Grenze.“ Dabei gab es viel Erfreuliches zu berichten. Ganz oben an stand die Nachricht, dass der Ort dieses Jahr einen großen Geburtstag feiern kann. „Wiesbach wird 750 Jahre alt, wir feiern am 15. und 16. Juni“.

Mayer dankte in diesem Zusammenhang schon jetzt Oliver Türr, der intensiv an einer Dorfchronik arbeite. Noch seien nicht alle Kapitel geschrieben, noch könnten Beiträge und Bilder für das Erstlingswerk abgegeben werden, stellte Mayer fest und animierte die Bürger, daheim vielleicht den einen oder anderen Schatz aufzuspüren, der einen Platz in der Dorfchronik verdiene. Ein Einbringen der Bürger ist zudem beim Hochwasserschutzkonzept gefragt, das für den Ort aufgestellt werden soll. Nicht die Bäche, die den Ort durchqueren, seien für Schäden und Ereignisse ursächlich. Starkregen bringe die Gefahren, stellte Emil Mayer fest.



Das Ehrenamt stehe im Ort weiterhin hoch im Kurs und der Ortsbürgermeister lobte das Engagement und Zusammenhalt der Bürger. Helfer bei Großveranstaltungen zu finden, sei kein Problem und wer gerade im rückliegenden Jahr miterlebt habe, wie sich viele bei der Sanierung des Kindergarten samt Umfeld einbrachten, habe hautnah miterleben können, dass Anpacken und Mitmachen für die Dorfbewohner eine Selbstverständlichkeit ist. Einen, der sich über alle Maße ins Dorfleben einbringt, ist Bernhard Hemmer. Für ihn gab es eine kleine Ehrung.

Das Miteinander mache an der Ortsgrenze nicht Halt, wie die Zusammenarbeit mit Käshofen im Kindergartenzweckverband zeige. „Seit Jahrzehnten sind wir beim Kindergarten bestens aufgestellt. Das ist ein großer Verdienst der Leitung, aber auch des gesamten Personals und Eltern, die sich immer wieder einbringen.“ Die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule bezeichnete Mayer als beispielhaft. Die Eingewöhnungsphase für die Kinder erleichtere den Eintritt in den Schulalltag. „Das ist nicht mehr wie früher, wo der Übertritt mit Ängsten und Vorbehalten aufs Neue behaftet war“, stellte Mayer fest.