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Ich lebe gerne in Hornbach
„Ihr liewe Leit unn Kerwegäscht“

 Die Hornbacher Straußbuwe (und Straußmäde) beim Start ihrer Werbetour mit dem Bollerwagen an der Lauerbrücke.
Die Hornbacher Straußbuwe (und Straußmäde) beim Start ihrer Werbetour mit dem Bollerwagen an der Lauerbrücke. FOTO: Volker Baumann
Die Klosterstadt geht in ein ereignisreiches Kerwe-Wochenende. Von Volker Baumann

Johannes Fröbel, Martin Schön, Luisa Christ, Marcel Alt, Dennis Bolat, Lara Schönborn, Silas Watson, Lara Seppänen, Christian Krutsch, Yannis Wruck, Carmen Watson, Emil Vollmar, Marvin Fuhrmann, Maximilian Rojan, Cedric Sauter, Patrick Müller, Marvin Euler und Maximilian Paulus – so heißt die neue Straußjugend, die ab morgen bis zum Ausklang der „Kerb“ am Mittwoch in Hornbach das Sagen hat. Die „Kerb“ wird in Hornbach wieder als „Wertschaftskerb“ gefeiert, wobei die Veranstaltungsorte in diesem Jahr das Sportheim des SV Hornbach, das Bistro-Restaurant „Capito“, die Gaststätte „Auf der Platte“ und die Gimpelwaldhütte sind. Begonnen hat das Ganze schon am letzten Sonntag mit der sogenannten „Werbefahrt“ der Straußjugend. Der Natur zuliebe und um Gefahrenmomente zu vermeiden verzichteten die jungen Leute auch diesmal auf ein Gespann mit Traktor. Ein mit ausreichender „Verpflegung“ ausgestatteter Bollerwagen tat es auch, um aus der Werbefahrt eine lustige Sache zu machen und die Nachbarorte mit genügend Werbematerial zu informieren. Selbstverständlich verläuft so eine Info-Tour nicht einseitig, ganz im Gegenteil, Einladungen der Anwohner werden dankend entgegengenommen. Eröffnet wird die „Kerb“ morgen Abend um 18 Uhr im Sportheim mit dem Fassbieranstich durch Bürgermeister Reinhold Hohn und dem „Ansingen“ durch die Straußjugend, die, schon am Vorabend ihr „Wohnzimmer“ (Zelt-Pavillon) am Sportheim aufgeschlagen hat. Inzwischen geht der Orts-Chef schon in seine sechste Amtsperiode und nichts anderes als ein treffsicherer erster Schlag auf den Zapfhahn wird nach 25 Jahren Trainingszeit von ihm erwartet.  Danach beginnt im Sportheim der „All-u-can-eat-Pizzaabend“, begleitet von einem „Bier-Pong-Turnier“ und einem Freundschaftsspiel der Ü50 Traditionsmannschaft Schwarzbachtal ab 19 Uhr.  Im Capito beginnt am Freitag ab 22 Uhr die Disco mit Hits der 70er, 80er und 90er. Am Samstag geht’s um 10 Uhr zum „Frühschoppe“ ins Sportheim, wo um 16 und 18 Uhr wieder  Kerwe-Fußballspiele stattfinden. Ab 20 Uhr spielen die „Brills“ dann live auf der Gimpelwaldhütte, während im Sportheim „Double Shot“ den Kerwe-Gästen einheizt. Am Sonntag, um 15 Uhr, kann dann jeder am Capito die Hornbacher Ereignisse aus dem letzten Jahr bei der „Kerberedd“ erfahren. Der Inhalt ist noch streng geheim. Jedenfalls beginnt in Hornbach die „Kerberedd“ immer so: „Ihr liewe Leit unn Kerwegäscht, drinke viel unn esse fescht! Ob ihr do vorre, ihr do hinne, ob ihr schlau sinn oder spinne, ihr lange, dicke, korze, schlanke, ihr Hurebeck unn Geischdeskranke, ob vunn de Obberstadt odder vunn de Platt, vumm Hoffeld, vunn de Zinsel unn de Unnerstadt, ihr Leit unn all ihr Gäscht, heit is die Kerb, des große Feschd. Drum feire ma wie jedes Johr, ver Stimmung soie mir devor. Dem dürfte keiner widersprechen können, bevor dann ab 16 Uhr am Sportheim ein weiteres Kerwespiel angepfiffen wird. Auf der Platte ist am Sonntagabend ab 19 Uhr „Open Stage“ angesagt. Jeder der Lust hat, kann die musikalische Bühne betreten. Montags beginnt ab 10 Uhr mit einem Frühschoppen auf der Platte und einem Kerwe-Frühstück im Sportheim die Kneipentour, die um 17 Uhr in einen Grillabend im Capito mündet. Dienstags folgt dann das traditionelle Heringsessen auf der Platte. Danach wird ordentlich geweint, mittwochs wird schließlich die „Kerb beerdigt“ und das gute Wohnzimmer der Veranstalter wieder abgebaut. Bis dahin stehen Hornbach wieder ein paar unterhaltsame, feucht-fröhliche  Tage mit viel Programm auf vielen „Bühnen“ bevor.⇥bav

 Der Kreisel in Hornbach wird durch ehrenamtliche Helfer stetig in Schuss gehalten.
Der Kreisel in Hornbach wird durch ehrenamtliche Helfer stetig in Schuss gehalten. FOTO: Volker Baumann
 Idylle an der Lauerbrücke.
Idylle an der Lauerbrücke. FOTO: Volker Baumann