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Hornbacher packen an

 Stolz auf die neuen Wandwerweg-Schilder (von links): Gerd Conrad, Karl-Heinz Blinn, Ortsbürgermeister Reinhold Hohn, Günther Wolf, Bernd Clauer, Axel Schlachter-Christ, Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker und Helmut Schneider. Foto: Marco Wille
Stolz auf die neuen Wandwerweg-Schilder (von links): Gerd Conrad, Karl-Heinz Blinn, Ortsbürgermeister Reinhold Hohn, Günther Wolf, Bernd Clauer, Axel Schlachter-Christ, Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker und Helmut Schneider. Foto: Marco Wille FOTO: Marco Wille
Hornbach. Ohne Bürgerengagement geht nichts in Hornbach – auch wenn es ums Wandern geht. Ehrenamtliche Helfer haben jetzt 100 Pfosten für Wanderwege aufgestellt. Bewilligt ist ein Landes-Zuschuss für die drei Premiumwege der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Fritz Schäfer

Insgesamt rund 100 Pfosten für die Beschilderung von Wanderwegen haben in den vergangenen vier Wochen sechs Hornbacher gesetzt. Dabei wurden mit einem Erdbohrer 60 Zentimeter tiefe Löcher gebohrt und dreieinhalb Kubikmeter Beton verarbeitet, damit die Pfosten lange Zeit stehen. Denn bis zu drei Schilder werden an den fast zwei Meter hohen Pfosten beschäftigt. Die Beschilderung und das abschließende Freischneiden der Wege packen die ehrenamtlich Tätigen als Nächstes an.

Dazu bedurfte es nicht der Aufforderung des Hornbacher Bürgermeister Reiner Hohn ("es gibt noch viel zu tun") bei einem Frühstück nachdem der letzten Pfosten gesetzt war. "Auf die Ehrenamtlichen kann Hornbach stolz sein", meinte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker. Solche Projekte gelängen nur bei entsprechendem Engagement der Bürger.

Gundacker informierte, dass das Land in einem Telefonat mitgeteilt habe, dass der Zuschuss für die drei Premiumwanderwege in Hornbach , Bechhofen und Battweiler in den nächsten Tagen bei der Verbandsgemeinde eintreffen werde. Rund 85 000 Euro kosten die drei Wege. Die Verbandsgemeinde und das Land teilen sich die Kosten. "Die Premiumwanderwege haben überall einen großen Zuspruch", sagte Gundacker (SPD ). Er hofft, dass auch der elf Kilometer lange Paradiesgartenweg um Hornbach Wanderer anlockt. "Das ist ein wichtiger für den von uns gewünschten sanften Tourismus."



Doch die Hornbacher wollen sich nicht nur auf dem von der Verbandsgemeinde finanzierten Premiumwanderweg ausruhen, sagte Hohn (FDP ). "Wir haben auch vier eigene Wege konzipiert." Die "guten Geister", wie der Bürgermeister die Ehrenamtler nannte, sparten der Stadt die Kosten. Mit den Wanderwegen sei Hornbach auf einem guten Weg, um sich touristisch weiter zu entwickeln. Initialzündung sei das Kloster gewesen.

Den Spielplatz, die Wohnmobilstellplätze und den neu angelegten Jugendspielsportplatz am Dr.-Fritz-Huber-Stadion zählte Hohn neben den Wanderwegen als weitere Mosaiksteine auf. Der Hornbacher Bürgermeister erwähnte, dass die Wege zum Teil über die Gemarkung von Nachbargemeinden führen. "Die Althornbacher und Mauschbacher haben da mitgeholfen." Kein Ort könne sich touristisch allein entwickeln. "Das geht nur gemeinsam."