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| 22:43 Uhr

Wahltriumph erfreut die Klosterstadt
Hornbach ist mächtig stolz auf Freiburger OB Martin Horn

Obwohl Martin Horn am Abend des Wahlsiegs von einem offenkundig psychisch Kranken attackiert wurde, kann er hier schon wieder lachen und hebt die Daumen – passenderweise vor dem Martinstor in Freiburg.
Obwohl Martin Horn am Abend des Wahlsiegs von einem offenkundig psychisch Kranken attackiert wurde, kann er hier schon wieder lachen und hebt die Daumen – passenderweise vor dem Martinstor in Freiburg. FOTO: dpa / Patrick Seeger
Hornbach. Martin Horn ist ein gewaltiger Karrieresprung gelungen. Künftig regiert er die Stadt Freiburg im Breisgau. In seiner Heimatstadt Hornbach sind alle stolz auf ihn, sagt Bürgermeister Hohn.

Von Hornbach nach Freiburg sind es 180 Kilometer – wenn man den kürzesten Weg nimmt und über Frankreich fährt. Den kürzesten Weg hat definitiv Martin Horn eingeschlagen. Aber nicht mit dem Auto, sondern in Bezug auf seine Karriere.

Denn Martin Horn, bis vor kurzem noch ein völlig Unbekannter auf der politischen Bühne, ist spätestens seit Sonntagabend quer durch die Republik bekannt. Eben, weil Horn ein gewaltiger Sprung gelungen ist: von Hornbach, seiner Heimat aus, auf den Posten des Oberbürgermeisters der Stadt Freiburg. Eine „Sensation“, wie viele Medien gestern raunten.

Kein Wunder, dass in seiner Heimat, der Klosterstadt Hornbach, alle mächtig stolz auf ihn sind. Das machte gestern Abend Reiner Hohn (FDP) deutlich, der Bürgermeister von Hornbach. „Wir haben die Wahl mit großem Interesse verfolgt. Als klar war, dass Martin Horn gewonnen hat, ging es bei uns los mit den SMS- und What’s-App-Nachrichten. Hornbach ist stolz auf Martin Horn“, berichtet Hohn. Horn sei zwar kein gebürtiger Hornbacher, er habe in Annweiler das Licht der Welt erblickt, sei aber mit seiner Familie schon als kleines Kind in die Klosterstadt umgezogen und habe bis vor wenigen Jahren hier gelebt, ehe es den Sozialwissenschaftler beruflich nach Sindelfingen verschlagen habe. Die Hornbacher sähen ihn folglich als einen der ihren an.

„Martin Horn hat sich bereits in seiner Jugend in Hornbach engagiert und gemeinsam mit seinem Vater die evangelische Jugendorganisation ,Feuer und Flamme’ ins Leben gerufen“, blickt Hohn zurück. Horns Vater ist Klaus Hoffmann, er wirkte lange als Pfarrer in Hornbach. Sein Interesse an Politik sei sicher auf seine Mutter zurückzuführen, diese sei 20 Jahre lang als Parteilose für die FDP im Hornbacher Stadtrat gewesen.

Leider ist es Martin Horns Mutter nicht vergönnt gewesen, den Triumph ihres Sohnes mitzuerleben, bedauert Hohn. „Ellen Hoffmann ist im vergangenen Jahr verstorben.“

Martin Horn ist verheiratet (er übernahm den Nachnamen seiner Gattin) und Vater eines Sohnes, seine Frau ist gerade hochschwanger. Von daher muss es für sie ein Schock gewesen sein, als am Abend des Wahlerfolgs ein offenkundig psychisch Kranker Horn attackierte. Der Täter schlug Horn ins Gesicht, diesem wurde dabei die Nase gebrochen und er verlor einen Zahn. Doch nach einer kurzen Behandlung im Krankenhaus ging der 33-Jährige wieder zurück auf die Wahlparty – ein Mann, der hart im Nehmen ist. „Schlimm, was auf der Welt passiert“, kommentiert Hohn den Übergriff und ist froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Hohn überlegt nun, gemeinsam  mit anderen Hornbachern zur Amtseinführung von Horn am 1. Juli nach Freiburg zu fahren.

Reiner Hohn, Bürgermeister von Hornbach.
Reiner Hohn, Bürgermeister von Hornbach. FOTO: pma