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Hornbach geht auf neuen Wegen

 Bürgermeister Reinhold Hohn (links) ging gestern auch auf Straßensanierungen ein. Foto: Schwarz
Bürgermeister Reinhold Hohn (links) ging gestern auch auf Straßensanierungen ein. Foto: Schwarz FOTO: Schwarz
Hornbach. Die Stärkung des Ehrenamtes war eine der Forderungen von Bürgermeister Hohn beim Neujahrsempfang im historischen Rathaus von Hornbach. Ein konkretes Kernprojekt wird 2017 der Rückbau der B 424. Norbert Schwarz

Elanvoll und ohne Scheu auch vor kritischen Anmerkungen, so hieß gestern Nachmittag Stadtbürgermeister Reinhold Hohn (FDP ) zahlreiche Hornbacher willkommen. Der Rückbau der B 424 in Hornbach sei bereits seit Jahren Thema und hätte, so Hohn, bereits 2016 erledigt sein müssen. Aber, "die Kommunalaufsicht stand auf der Bremse", beklagte der Bürgermeister. Zur Rückbau-Frage habe die Kommunalaufsicht in Pirmasens Bedenken geäußert, ob dieses Vorhaben mit den Interessen des Landes kompatibel sei. Dazu Hohn empört: "Wenn wir jahrelang Landesmittel zur Umgestaltung des Stadtbildes bekommen haben und dann aus heiterem Himmel das Landesinteresse fehlen soll, dann verstehe ich ganz einfach die Welt nicht mehr!"

Dieses Großprojekt wird 2017 ein Arbeitsschwerpunkt in Hornbach , zusammen mit begleitenden Maßnahmen wie den Veränderungen bei der Einmündung des Butterweges und dem Schaffen der Grünanlage vor der Stadtmauer und der VR-Bank.

Außerdem will die Stadt unbedingt das schon mehr als ein Jahrzehnt laufende Straßensanierungsprogramm erfolgreich abschließen. Das Anheben des wiederkehrenden Beitrags von 16 Cent auf 18 Cent je Quadratmeter sei deshalb auch eine einmütige Entscheidung im Rat gewesen, erinnerte Hohn. Das Ziel, in den kommenden fünf Jahren einen endgültigen Schlusspunkt unter die Sanierungsarbeiten zu setzen, habe dabei überwogen.



Die Vorarbeiten für den Premium-Wanderweg sind getroffen, die Schilder sollen in den kommenden Monaten angebracht werden und die Eröffnung des Premiumweges und der vier weiteren Rundwanderwege um die Klosterstadt noch in der ersten Jahreshälfte folgen. Auf der Suche ist Hornbach nach Paten für die Kriegsgräber. Hohn stellte mit etwas Wehmut fest, dass eine Generation von sehr engagierten "Ehrenämtlern" spürbar weniger wird. "Hier sind die jungen Stadtbürger gefordert; doch jeder weiß, wie schwierig es ist, diesen das ehrenamtliche Engagement schmackhaft zu machen. Dabei haben wir gerade in Hornbach seit vielen Jahren nachhaltig bewiesen, wie segensreich es sein kann, sich für die Allgemeinheit einzusetzen." Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ) sprach in diesem Zusammenhang vom "Vorbild Hornbach ". Viele helfende Hände hätten in der Vergangenheit hier sichtbare Zukunftsgestaltung bewirkt, etwa bei der Pirminiushalle.