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Ortsgemeinde prüft Förderung für Hochwasserschutz
Hochwasser in der Höhenortschaft?

Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt in Kleinsteinhausen soll auch an Querungen für Wasserdurchlässe gedacht werden. Das ist notwendig – auch wenn sich die Ortsgemeinde in hoher Lage befindet. 
Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt in Kleinsteinhausen soll auch an Querungen für Wasserdurchlässe gedacht werden. Das ist notwendig – auch wenn sich die Ortsgemeinde in hoher Lage befindet.  FOTO: Norbert Schwarz
Kleinsteinhausen. Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt will man in Kleinsteinhausen auch an den Hochwasserschutz denken. Von Norbert Schwarz

An Arbeit mangelt es den Kleinsteinhauser Kommunalpolitikern und Ortsbürgermeisterin Martina Wagner auf keinen Fall. Der Ausbau des nächsten Bauabschnitts bei der Ortsdurchfahrt nimmt viel Zeit in Anspruch, das Erneuern des Glockenstuhls beim Dorfgemeinschaftshaus bindet Kräfte. Und wer glaubt, dass eine Höhenortschaft wie das Dörfchen auf der Hackmesserseite nicht etwa Probleme mit Hochwasser haben könnte, der irrt. In der jüngsten Sitzung des Ortsrates befassten sich die Verantwortlichen ausgiebig mit Hochwasserschutz – und stellten dafür die Weichen.

„Wir bekommen von den Außengebieten bei Starkregen viel Wasser, das zu Überflutungen führen kann. Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt sind deshalb durch das Verlegen von entsprechenden Durchlassrohren Vorkehrungen zu treffen. Damit das Oberflächenwasser aus den Außengebieten schadlos abgeleitet werden kann. Es wäre schließlich ein Schildbürgerstreich, wenn wir nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt 2019 die Straße wieder aufreißen und Querungen verlegen müssten, um der Problematik Herr zu werden“, sagt Wagner. Die Ortsbürgermeisterin sieht insbesondere die Anlieger im Kapellenweg, der Frankenstraße, dem Dusenbrücker Weg und der Friedhofstraße solchen Überflutungsgefahren ausgesetzt. „Natürlich wird es da kein Hochwasser im üblichen Sinn geben, doch vollgelaufenene Keller sind schlimm genug. Und wenn es Fördertöpfe gibt, sollte man sich schon einmal umschauen, ob da nicht auch etwas für eine Ortsgemeinde, die auf einem Berg liegt, etwas herausspringt“, sagt Wagner. Sie hat jedenfalls in der Vergangenheit Kontakt zum Informations- und Beratungszentrum für die Hochwasservorsorge aufgenommen und dort die Situation geschildert. Denn auf lehmigen Gemarkungsböden versickert nichts, Starkregenereignisse haben in der Vergangenheit gerade in den genannten Straßenzügen oftmals zu Sturzbächen geführt, die dann eine Gefahr für die Heime der Anwohner wurden. Im Zuge der laufenden Dorfmoderation soll nochmals über das Thema diskutiert werden. Wagner will dabei die Bürger sensibilisieren und zur Mitarbeit auffordern. „Mir geht es um Vorkehrungsmaßnahmen – nicht, dass wir 2019 im wahrsten Wortsinn in die Röhre schauen.“

Weitere Punkte im Ortsrat: Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt gibt es, was das Umgestalten des Abzweigbereiches beim „Kapellchen“ angeht, weiteren Klärungsbedarf. Barrierefreie Wartehäuschen für die Busreisenden soll es an der Landstraße zwischen Großsteinhausen und Bottenbach geben. Eine Verkehrsinsel soll zudem helfen, den Verkehr in diesem Bereich zu verlangsamen.