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Historischer Verein Hornbach
Auf den Spuren der Widonen

 Axel Mönch und Klaus Schwarz präsentieren mit Stolz das neueste Werk des Historischen Vereins Hornbach „Widonen – Die Herren von Hornbach im frühen Mittelalter“.
Axel Mönch und Klaus Schwarz präsentieren mit Stolz das neueste Werk des Historischen Vereins Hornbach „Widonen – Die Herren von Hornbach im frühen Mittelalter“. FOTO: Nadine Lang
Hornbach. Der Historische Verein Hornbach schließt mit seinem neuesten Werk über die fränkische Adelsfamilie eine Wissenslücke, die deutliche Spuren in unserer Region hinterlassen hat. Von Nadine Lang

Der Historische Verein Hornbach hat in der Vergangenheit schon so manche geschichtlichen Ereignisse zusammengefasst in Broschüren herausgebracht. Nun ergänzt das neueste Werk „Widonen – Die Herren von Hornbach im frühen Mittelalter“ die interessante Lesereihe.

„Wir sind stolz, als Historischer Verein eine weitere Broschüre vorstellen zu können“, erklärte dazu Klaus Schwarz, Vorsitzender des Vereins. Dieses neue, 45-seitige Werk wurde von Vereinsmitglied Axel Mönch verfasst, der seine Arbeit im kleinen Kreis vorstellte. Viele Jahre Fleißarbeit steckt dahinter und die Tatsache, dass im Verein bis vor ein paar Jahren nichts über die Widonen bekannt war.

Als Mönch vor einigen Jahren in den Verein eintrat, wurde er zunächst immer mit anderen Themen der Stadtgeschichte, etwa mit Pirminius konfrontiert. Klaus Schwarz stieß zuvor selbst auf die Widonen, wusste aber auch nicht viel mehr darüber. „Da war für jemand, der sich für Geschichte interessiert, klar, das kann nur die Hälfte der Geschichte sein“, erklärt Axel Mönch den Beginn seiner Recherche. Angestachelt von zu vielen geschichtlichen Lücken, begann er in seiner Freizeit zu recherchieren, besuchte die Bipontina und ließ sich Texte schicken. Einige geopferte Urlaube später wusste er endlich mehr über diese fränkische Adelsfamilie, die sich hinter den Widonen verbergen und in den Jahren 700 bis 900 in der Region gewirkt hat.



„Die Widonen haben durch die Gründung von Klöstern Spuren hinterlassen“, erklärt Mönch. So gründeten sie etwa das Kloster in Mettlach und natürlich auch das Kloster Hornbach. Die Geschichte der Familie der Widonen geht nicht nur auf Hornbach zurück, sondern führt unter anderem auch nach Italien – diese Familiengeschichte führt Axel Mönch in seiner Broschüre nun aus.

Vor Jahren hielt er die Ergebnisse bereits in Vorträgen fest, nun wurde es zum Nachlesen verschriftet. Darin finden sich auch interessante Fakten und Bilder, etwa die Gründungsurkunde von Hornbach. „Sie wird als Fälschung erachtet, inzwischen ist man darin aber nicht mehr so streng“, erklärt Axel Mönch. Stattdessen wird sie heute unter dem Aspekt betrachtet, was man ihr trotzdem entnehmen kann. In dieser und weiteren Urkunden geht es fast immer um Land, denn „die Waffen des Klosters sind die Urkunden“.

Auch einen Stammbaum hat Axel Mönch für seine Broschüre erstellt, die auf den Unterschriften der Widonen auf den vorhanden Urkunden fußt. Axel Mönch hat nach eigener Aussage verschiedene Quellen in einer Breite zusammengetragen, die es so noch nicht gab, insbesondere mit einer gewissen Ausführlichkeit, was die Geschichte der Stadt Hornbach betrifft. Und das ist sowohl für die Hornbacher als auch für alle, die sich für die Geschichte der Region interessieren, eine tolle Möglichkeit, der Geschichte nun ganz entspannt lesend auf den Grund zu gehen.