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Ortsgemeinderat
Großsteinhausen fiebert Jury entgegen

Die Bürger von Großsteinhausen kennen beim ehrenamtlichen Einsatz keinen Müßiggang. Sie sind immer mit Arbeiten im Dorf voll eingedeckt. So auch bei der Erneuerung der Umrandung am Dorfbrunnen.
Die Bürger von Großsteinhausen kennen beim ehrenamtlichen Einsatz keinen Müßiggang. Sie sind immer mit Arbeiten im Dorf voll eingedeckt. So auch bei der Erneuerung der Umrandung am Dorfbrunnen. FOTO: Norbert Schwarz
Großsteinhausen. Die Bezirkskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ begutachtet den Ort am 14. Juni. Von Norbert Schwarz

Dem Auftauchen der Bezirkskommission des Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ fiebern die Ratsmitglieder förmlich entgegen Zu spüren war dies jetzt im Ortsgemeinderat. Bürgermeister Volker Schmitt: „Wir haben eine intakte Dorfgemeinschaft, wir wissen was unsere Bürger zu leisten vermögen – und deshalb können wir zuversichtlich dem Rundgang am Donnerstag, 14. Juni, um 16 Uhr entgegensehen!“

Den Besuchstermin der neuen Jury teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier inzwischen mit, dass dieser in den Nachmittagsstunden auf dem Besuchsprogramm steht, Bürgermeister Schmitt zusätzlich: „Dann haben viele Dorfbewohner bereits Feierabend und werden es sich ganz gewiss nicht nehmen lassen, die Kommissionsmitglieder beim Streifzug durch unsere Ortschaft zu begleiten und dabei gewiss auch den einen oder anderen Hinweis geben. Auf den Mund gefallen ist bei uns schließlich niemand und grundsätzlich wissen ja gerade die Bürger, wo es in unserem Dorf lang geht. Da wird ja nichts von oben verordnet, vielmehr zählt nach wie vor die Teamarbeit.“

Der Teamgeist wird verstärkt auch dann gefragt sein, nachdem sich die Jurymitglieder beim Rundgang durch die frühere Grenzlandgemeinde einen Überblick über Dorfgemeinschaft und Dorfleben verschaffen konnten. Wie Schmitt nämlich dem Rat mitteilte, liegt nun die Baugenehmigung zum Errichten einer größeren Grillhütte in der Gewanne Hochseiters am Ortsrand vor. „Wir mussten viele Steine aus dem Weg räumen, es ist das Bohren dicker Bretter notwendig gewesen, doch jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Wir dürfen die Grillhütte mit allem Drumherum bauen und betreiben.“ Schmitt begründete die dringende Notwendigkeit einer solchen Hütte für die Dorfgemeinschaft: „Wir als Gemeinde haben selbst kein Dorfgemeinschaftshaus. Bei allen Veranstaltungen sind wir bei dörflichen Einrichtungen oder Vereinen Gäste. Wir sind in der Vergangenheit damit bestens klar gekommen und das wird auch weiter so bleiben. Doch das Fehlen eines solchen Mittelpunktes ist unser Faustpfand in der Frage gewesen, warum muss die Grillhütte in Großsteinhausen vielleicht ein paar Quadratmeter größer sein als anderswo. Die Grillhütte wird einmal ein ganz besonderes ,Wohnzimmer’ für den Ort und die Bevölkerung. Wir werden das wiederum in Eigenleistung stemmen und schon jetzt appelliere ich an Fachleute und Bauhelfer, sich in den Dienst der Sache zu stellen. Die Grillhütte wird weiter dem Dorfleben ganz besondere Impulse geben. Dessen bin ich mir sicher.“



Impulse für das Dorfleben, solche erwartet der Bürgermeister zum bereits erwähnten Kommissionsbesuch der Jury im Bezirksentscheid. Großsteinhausens diesjähriger Sieg in der Sonderklasse mit 75 von 100 möglichen Punkten kommt nach Einschätzung von Schmitt keineswegs von ungefähr. In seiner Bürgermeister-Zeit konnte Großsteinhausen wir bereits einen Kreissiegertitel einheimischen und unter seinem Vorgänger Klaus Freyler habe man sich einmal sogar für den Landesentscheid qualifiziert. „Von jeder Kommission, die sich in unserem Dorf umblickt, bekommen wir Tipps und gutgemeinte Hinweise über dieses und jenes, was wir verbessern können. Wir versuchen das immer wieder peu à peu umzusetzen, damit sind wir in der Vergangenheit gut gefahren.“

Ein besonderes Erfolgsrezept irgendwo? Schmitt verneint eine solche Frage. Es zählten vielmehr stets Fakten, etwa die anschaulich durchgrünte Ortsdurchfahrt, der vorbildlich angelegte Kindergarten, das Grün am Ortsrand und das neue Baugebiet oder der Brunnenplatz im Herzen des Ortes, an welchem immer wieder gewerkelt werde, weil diese zentrale Stätte für viele Feste im Dorf eine Art Herzstück sei. So auch in wenigen Wochen, wenn die Bürger zu ihrem traditionellen Dorffest einladen und dabei das 10. Traktorentreffen groß gefeiert wird.