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Gemeinderat Kleinsteinhausen plant für die Zukunft
Große Investition für schnelles Netz

Leerrohre wie hier beim Ausbau der Ortsdurchfahrt sollen auch in vier Seitenstraßen verlegt werden.
Leerrohre wie hier beim Ausbau der Ortsdurchfahrt sollen auch in vier Seitenstraßen verlegt werden. FOTO: Norbert Schwarz
Kleinsteinhausen. Rund 80 000 Euro will Kleinsteinhausen für die Verlegung von Leerrohren investieren. Von Norbert Schwarz

Für das „Leerrohrprogramm“ muss die Ortsgemeinde Kleinsteinhausen offenbar erhebliche Mittel aufwenden. Neben dem Verlegen der Leerrohre innerhalb der Ortsdurchfahrt, die gerade erneuert wird, sollen auch im Bottenbacher- und Dusenbrücker Weg sowie in der der Berg- und Kapellenstraße Rohre mitverlegt werden. Diese sollen zu einem späteren Zeitpunkt unter anderem die Glasfaserkabel für schnelles Internet aufnehmen können. Wie Ortsbürgermeisterin Martina Wagner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitteilte, werden die Pfalzwerke in den Straßenzügen Arbeiten verrichten, die ein Verlegen der Leerrohre ermöglichen. Rund 80 000 Euro investiert die Gemeinde dafür.

Martina Wagner erinnerte daran, dass Kleinsteinhausen durch Bundesvorgaben gehalten sei, die technischen Voraussetzungen für ein späteres Einziehen von Kabelsträngen zu schaffen. Sie erklärte: „Niemand wird nachvollziehen können, wenn wir bei den kommenden Arbeiten der Pfalzwerke nicht sofort auch die notwendigen Leerrohre mitverlegen“. Wie bereits beim Verlegen der Leerrohre innerhalb der Ortsdurchfahrt wird auch die Maßnahme in den genannten vier Straßenzügen bezuschusst. Der Rat stimmte dieser Maßnahme deshalb ohne weitere Diskussionen zu.

Die Ortsbürgermeisterin erläuterte auch, dass die Entscheidung der Pfalzwerke über das Umgestalten des Niederspannungsnetzes in den vier Straßenzügen erst jetzt getroffen worden sei. Nach deren Bekanntgabe stehe nunmehr die Gemeindeentscheidung an. Für die Hausbesitzer würde das bedeuten, dass künftig die Ständer für den Strombezug auf ihren Dächern verschwinden und die Versorgung über einen Erdanschluss erfolgt.



Deweiteren diskutierte der Rat auch über Hochwasserschutz. Denn damit hatten viele Hauseigentümer gerade zum Jahreswechsel zu kämpfen. Wagner stelle ein Konzept des Landes vor, von dem auch die Ortsgemeinde profitieren könne: „Jeder weiß, dass in den Straßenzügen in Randlage immer wieder mit Wasserfluten gerechnet werden muss. Es gilt, die Hausbesitzer schützen.“ Die Vorlage eines schlüssigen Konzeptes sei die Voraussetzung dafür, dass die Ortsgemeinde für die Arbeiten Zuschüsse bekomme. Das Land unterhalte ein Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge (IBH), bei dem man sich über Fördermöglichkeiten informiert habe. Von drei angeschriebenen Ingenieurbüros habe das Büro Dilger aus Dahn im Hinblick auf die Konzipierung der Pläne das wirtschaftlichste Angebot eingereicht. Ähnlich wie bei den Plänen um die Dorferneuerung sollen aber auch die Bürger beim Erstellen des Konzeptes angehört werden. Wagner: „Es wird keine Planung vom grünen Tisch aus geben“. Möglicherweise müssen beim gegenwärtigen Ausbau der Ortsdurchfahrt Ableitungsvorkehrungen für die Außengebietswässer getroffen werden. Deshalb sei ein rasches Vorgehen unerlässlich, so Wagner.

Ein weitere Diskussionspunkt im Rat: Beim Dorfgemeinschaftshaus gibt es einen W-Lan-Hotspot, der durch Zuschussgelder des Landes möglich wurde. Einen solchen Hotspot will Wagner auch bei der Freizeitanlage im Scheuerwald einrichten. Auch die Unterstützung durch EU-Mittel soll dazu geprüft werden.

Zustimmung gab es im Rat für die angedachte Windkraftnutzung in den Gebieten Riedelberg und Walshausen. Ein Erschließungsträger für ein Baugebiet oberhalb der Buchheckenstraße sei mit dem Straßenbauunternehmen Staab aus Schmitshausen gefunden.