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Kühle Tour
Grenzland-Radwanderung: 200 trotzen der Kälte

 Wer dieses Wochenende zur Grenzland-Radwanderung in Althornbach startete, war gut beraten, sich wärmende Kleidung überzustreifen.
Wer dieses Wochenende zur Grenzland-Radwanderung in Althornbach startete, war gut beraten, sich wärmende Kleidung überzustreifen. FOTO: Norbert Schwarz
Althornbach. Bei der Grenzland-Radwanderung Von Norbert Schwarz

(cos) Mehr als 200 Teilnehmer trugen sich am Sonntag in die Starterlisten zur Grenzland-Radwanderung beim Feuerwehrgerätehaus in Althornbach ein. Bürgermeister Jürgen Gundacker ist ob der alles andere als frühlingshaften Witterung mit dem Teilnehmerzuspruch hochzufrieden. Zum Start der ersten Radler waren die Wiesen im Hornbachtal noch gereift. Wie von den Meteorologen vorhergesagt, hatte es sogar Bodenfrost gegeben. Dennoch, der Zuspruch beweise, dass die Traditionsveranstaltung inzwischen längst einen festen Freundesstamm aufweisen kann, von deutschen wie französischen Teilnehmern.

„Ich muss einfach allen ein dickes Lob zollen, den Teilnehmern ebenso wie den vielen Helfern und insbesondere den Mitarbeitern unserer Verwaltung, die einmal mehr dafür ihre Freizeit geopfert haben, dass diese grenzüberschreitende Großveranstaltung stattfinden kann“, stellte ein in allen Belangen zufriedener Verbandsbürgermeister fest. In den späten Nachmittagsstunden war seine Präsenz dringend notwendig, schließlich gab es fast 100 Sachpreise unter den Teilnehmer zu verlosen; und weil diesmal doch bedeutend weniger als sonst gekommen waren, konnte, rein rechnerisch, fast jeder Zweite mit einem Gewinn den Heimweg antreten.

Das hatten sie sich aber auch verdient. Franz Müller aus Medelsheim, der die sportliche Route mit ihren 67 Kilometern gewählt hatte, meinte: „Ich hann mich dick angezoo, nur gut dass mir ordentlich gestrampelt han, sonschd hädde mir beschdimmd kalt gried…“ In der Aue des Hornbachtals war das Maigras „gezuckert“, die Bodentemperaturen noch im Minusbereich. Später dann kam die Sonne auf und lockte die Starter, doch am späten Vormittag tröpfelte es wieder vom Himmel, was wohl doch viele Teilnehmer von einem Start abhielt, wie sich Sabine Betz als Organisationsleiterin gut vorstellen kann. Aber war für die Organisatoren besonders wichtig, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht – und das gelang: Alle bewältigten die Touren, die sich ausgesucht hatten, der Besenwagen konnte in der Garage bleiben.



Die französischen Starter trugen sich auch in diesem Jahr überaus zahlreich in die Listen ein, was für Jürgen Gundacker ein ganz besonders gutes Zeichen für grenzüberschreitende Aktionen ist. Sein Amtspendant aus dem Bitscherland, Maire Francis Vogt hatte sich am Vormittag gleichfalls sehen lassen.