| 22:51 Uhr

Jubiläum an Kreis-Musikschule
Ganze Bandbreite der Musik-Ausbildung

„Was wär’n wir ohne Musik?“ sangen bei der Matinée zum 40. Jubiläum der Kreismusikschule Kinder der musikalischen Früherziehung, mit Christoph Heber am Klavier.
„Was wär’n wir ohne Musik?“ sangen bei der Matinée zum 40. Jubiläum der Kreismusikschule Kinder der musikalischen Früherziehung, mit Christoph Heber am Klavier. FOTO: Markus Fuhser / red
Südwestpfalz. Die Musikschule des Landkreises Südwestpfalz hat mit einer Matinée ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Von Markus Fuhser

In diesem Jahr blickt die Musikschule des Kreises Südwestpfalz auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück. Mit einer Matinée im Kreistagssaal wurde das Jubiläum der Kreismusikschule am Sonntag auch mit einem Musikprogramm gefeiert, das die ganze Bandbreite der musikalischen Ausbildung zeigte.

Eine Erfolgsgeschichte nannte Landrätin Susanne Ganster die Entwicklung der Kreismusikschule. Der Anspruch bleibe, gleichwertige Angebote zur musikalischen Ausbildung wohnortnah in der Fläche zu leisten, sagte sie. Die Musikschule gehe auch immer neue Wege, reagiere auf gesellschaftliche Veränderungen. Die musikalische Früherziehung, das Angebot für Ganztagsschulen, die Gründung neuer Bands und Ensemble, nannte Ganster als Beispiele. Als Aufgabe sieht die Landrätin, die Vielfalt in der Kreismusikschule weiter auszubauen.

Wie Ganster nannte auch der Vorsitzende des Landesverbandes der Musikschulen in Rheinland-Pfalz, Christoph Utz, den Ausbau der Lebensqualität als weitere Funktion der Kreismusikschulen. Sie machten auch in der Südwestpfalz den Landkreis attraktiver, gäben Impulse für das gesellschaftliche Miteinander. Utz sah den weiteren Weg der Musikschulen aber auch kritisch. Der Grundgedanke, Musikunterricht für alle zu bieten, sei auch durch steigende Gebühren gefährdet. Der Vorsitzende plädierte für eine stabile Qualität der Musikschulen, die nur durch fest angestellte Lehrkräfte zu gewährleisten sei. Und hier setzten die Verwaltungen zunehmend den Rotstift an. Vor Jahren war das Verhältnis Festangestellte zu Honorarkräften im Land 75 zu 25, jetzt kommen schon 32 Honorarkräfte auf 68 Festangestellte. Eine Investition in dieInfrastruktur nannte Utz die Finanzierung der Ausstattung der Kreismusikschulen, erst die Finanzierung fest angestellter Lehrer sei eine echte Investition in Bildung. Auch den geringer werdenden Landeszuschuss sah Utz sehr kritisch.



Etwas Werbung in eigener Sache machte der Vorsitzende der Freunde und Förderer der Kreismusikschule Bernd Jörg. Seit 26 Jahren unterstütze der Verein die Musikschule, die auch weiterhin bestimmt für jede Hilfe dankbar sei.

Jörg gehörte auch mit Manfred Buchheit, Clemens Kerner, Thomas Lerch und Ingrid Regel-Habeck zu den seit 1978 unterrichtenden Lehrkräften, die im Rahmen der Matinee von der Landrätin geehrt wurden. Die ganze Bandbreite des Unterrichts machten Schüler und Lehrer bei ihren Auftritten im Kreistagssaal hörbar. Das festliche Programm reichte vom Mozart-Flötenquartett über ein Bach-Allegro auf Flügel und drei Keyboards über Poppiges bis zum Auftritt eines Schlagzeugensembles und sorgte für viel Beifall bei den Zuhörern.