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Islandpferdereitschule Felsalbtal
Fröhliches Kinderfest im Felsalbtal

Viele Kinder legten bei der Islandpferdereitschule eine Prüfung ab – auch diese stolze Gruppe.
Viele Kinder legten bei der Islandpferdereitschule eine Prüfung ab – auch diese stolze Gruppe. FOTO: Cordula von Waldow
Walshausen. Islandpferdereitschule bot ein abwechslungsreiches Programm. Rund 40 Kinder legten eine Reitprüfung ab.

Musik erklang, Kinder lachten und tobten, Pferde wieherten, Steaks und Würstchen bruzzelten auf dem Grill und in der Reithalle zerplatzten Luftballons. Das Kinderfest, das kürzlich auf der Islandpferdereitschule Felsalbtal stattfand, war ein fröhliches, buntes Fest für die ganze Familie. „Ich finde ganz toll, was hier alles für die Kinder geboten wird. Das Fest ist sehr gut organisiert. Außerdem sind alle sehr, sehr nett“, lobt Tina Hirnstein aus Vinningen. Ihre Tochter Annabell (6) reitet seit einem Jahr in der Reitschule und gehört zu den fast 40 Kindern, die eine Prüfung ablegten.

„Ich mache Gelände 1“, sagte sie stolz, „auf Renir“. Während sie nach dem Spielen und Toben bei dem warmen Wetter ihre mit Straßmotiv verzierte Reithose anzog, war sie aufgeregt. Jetzt noch die Sicherheitsweste und den Helm, und das Abenteuer konnte beginnen.

Am Vormittag hatten die Prüfungen in Standard und Tölt stattgefunden. Jetzt kam die erste Geländegruppe mit Prüferin Sonja Meimeth zurück. „Ihr habt das schon recht gut gemacht und alle bestanden“, sorgte Sonja Meimeth für strahlende Gesichter bei den Kindern und auch bei den Eltern, die sie begleitet hatten. Erst verteilte sie die Prüfungsbücher. Dann erklärte sie den Kindern, was sie noch verbessern können: Die Kommandos sofort und selbstständig weitersagen und beim Bergaufreiten den Po aus dem Sattel heben etwa, um den Pferden ihre Arbeit zu erleichtern.



Die Prüfungen motivieren die Kinder, sich Ziele zu setzen und diese auch zu erreichen. Dazu gehört neben dem Reittrainig auch Theorie rund ums Islandpferd.

Als die Pferde die Halle verlassen hatten, brach der Sturm los: Mehr als 20 Kinder versuchten beim Luftballon-Fußball, einander die Ballons zu zertreten. „Wir haben schon ganz viel gespielt mit Natascha“, berichten sie atemlos: Sackhüpfen und Dosenwerfen, Stille Post und Fangen. „Am besten war das Mohrenkopf-Wettessen!“ rief es von vielen Seiten. „Ich bin schon auf der Rollenrutsche gefahren“, erklärt Julius Frenzel stolz.

Auch in der Strohburg im Hof, wo die Eltern an Biergarnituren zu den Grilladen leckere Salate und selbst gebackene Kuchen genossen, ging es hoch her. Stroh flog durch die Luft. An einem Seil schwangen sich kleine und größere Kinder, mit und ohne Reithosen, wagemutig durch die Luft und sprangen ins weiche Stroh. Selbst an der Rollenrutsche lagen die Pferde entspannt in ihrem Auslauf oder dösten im Stehen.

Bis auf Dotti und Piltur: Die beiden gutmütigen Isländer trugen gerade Lea Herrmann (7) und ihren kleinen Bruder Ton (3) beim Ponyreiten. „Ich habe einen Regenbogenvogel tätowiert“, sagte die Achtjährige und zeigte ihre Bemalung. Ton thronte als Spiderman strahlend auf dem Pferdrücken. Für die beiden war es die erste Begegnung mit Pferden. „Das ist toll!“, waren sich beide einig. Am liebsten wären sie gar nicht mehr abgestiegen.