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90 Wehrleute im Einsatz
Friseur-Haus in Bechhofen abgebrannt

Ein Friseurgeschäft ist am Dienstagabend in Bechhofen total ausgebrannt. Nur noch die Außenwände des Hauses stehe. Verletzt wurde zum Glück niemand, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindert.
Ein Friseurgeschäft ist am Dienstagabend in Bechhofen total ausgebrannt. Nur noch die Außenwände des Hauses stehe. Verletzt wurde zum Glück niemand, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindert. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Mindestens 120 000 Euro Sachschaden ist gestern Abend bei einem Feuer in der Mühlstraße entstanden. Von Norbert Schwarz

Der Friseurladen von Corinna H. in der Bechhofer Mühlstraße wurde am Dienstagabend ein Raub der Flammen. Vom Haus, in welchem „Corinnas Haarschneiderei“ untergebracht ist, stehen nur noch die Außenwände. Bereits bei den umfangreichen Löscharbeiten stürzte die hölzerne Dachkonstruktion komplett ein. Beamte der Polizeiinspektion Zweibrücken und die Feuerwehr schätzen den Gesamtschaden auf 120 000 Euro. Der Vater der Geschäftsinhaberin geht von 200 000 Euro aus. Gemeinsam mit dem Schwiegersohn hatte er vor 25 Jahren die Geschäftsräume in Eigenleistung errichtet.

Der Bechhofer Wehrführer Martin Amann: „Bereits bei der Anfahrt von unserem Gerätehaus an der Rosenkopfer Straße hinüber in die Mühlstraße konnten wir den Feuerschein ausmachen.“ Beim in zweiter Baulinie errichteten Geschäftshaus, das selbst unbewohnt ist, allerdings noch ein umfängliches Materiallager vorweist, schlugen die Flammen zum Dach hinaus. „Wir mussten erkennen, dass wir das Haus als solches nicht retten können“, berichtete Verbandsgemeindewehrleiter Markus Schmidt, als gegen 22.30 Uhr die letzten Glutnester gelöscht waren. Die Dachkonstruktion (Holzbinder) habe bereits während den Löscharbeiten erahnen lassen, dass das Walmdach einstürzen würde, was sich dann auch bewahrheitete. „Das war vorherzusehen, wir hatten deshalb auch die Atemschutzträger mit den Löschrohren entsprechend instruiert. Durch die geborstenen Scheiben des Friseurgeschäftes war zu erkennen, dass die komplette Inneneinrichtung ein Raub der Flammen wurde. Gleich einem Kartenhaus brach das Geschäft in sich zusammen. Derweil die Geschäftsinhaberin in einem Nachbarhaus betreut wurde, verfolgte Vater Kurt H., wie das Feuer sein Lebenswerk innerhalb weniger Minuten zunichte machte. Kurt H.: „Gemeinsam mit dem Schwiegersohn habe ich das vor 25 Jahren alles aufgebaut. Soweit es ging, haben wir alles in Eigenleistung hergestellt. Und jetzt dies …“

Die Kriminalpolizei nimmt heute Morgen ihre Ermittlungen zur Brandursache auf. Die ganze Nacht hindurch ist von der Löscheinheit Bechhofen eine Brandwache abgestellt worden. Markus Schmidt: „Wir konnten von außen alle Brandnester ablöschen. Niemand musste dafür ins Gebäude, das ist für die Ermittlungen gut, weil wir so keine Spuren zerstörten.“ Der Bechhofer Wehrführer Martin Amann hatte sofort von der Löscheinheit Waldmohr die große Drehleiter angefordert, sodass das Feuer und die letzten Glutnester auch über ein Wenderohr bekämpft werden konnten.



Verbandsgemeindewehrleiter Schmidt sprach noch von einem starken Funkenflug, der am Brandort auszumachen war. Es bestand deshalb Gefahr für Nachbargebäude. Doch diese Gefahr sei schnell gebannt gewesen. Insgesamt waren 90 Feuerwehrleute im Einsatz. Neben der örtlichen Feuerwehr Bechhofen waren die Löscheinheiten aus Käshofen, Rosenkopf, Klein- und Großbundenbach ausgerückt. Atemschutzgeräteträger aus Groß- und Kleinsteinhausen standen vor Ort in Bereitschaft. Aus Contwig war das Einsatzleitfahrzeug und das neu beschaffte Logistikfahrzeug zusammen mit der Drehleiter aus Waldmohr vor Ort.