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Stadtrat Hornbach
Friedhofsturm wird saniert

Ende Januar zog sich ein Gemeindearbeiter bei Reparaturarbeiten im Friedhofsturm einen Beckenbruch zu. Die Bergung brachte die Rettungskräfte wegen der räumlichen Enge im Turm arg ins Schwitzen.
Ende Januar zog sich ein Gemeindearbeiter bei Reparaturarbeiten im Friedhofsturm einen Beckenbruch zu. Die Bergung brachte die Rettungskräfte wegen der räumlichen Enge im Turm arg ins Schwitzen. FOTO: Feuerwehr
Hornbach. Erst im Januar hatte es in Hornbach einen Unfall in dem maroden Bauwerk gegeben. Von Fritz Schäfer

„Wir sind nicht bereit, dass das Thema auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird“, drängte Hornbachs Bürgermeister Reiner Hohn (FDP) auf eine schnelle Sanierung des Friedhofsturms. In der Vergangenheit habe es dazu schon fünf Termine gegeben. „Musste erst etwas passieren?“, fragte Hohn in der Sitzung des Stadtrats.

Am 30. Januar war ein 71-jähriger Gemeindearbeiter bei Wartungs-Reparaturarbeiten im Turm im Bereich der Glocke abgestürzt und hatte sich dabei einen Beckenbruch zugezogen (wir berichteten). „Durch das Dach dringt seit langem Wasser ein und das Holz fault“, begründete der Bürgermeister den Zustand in dem Friedhofsturm St. Johann.

Bei der Sanierung soll nach Vorschlag Hohns statt der Holz- eine Metallkonstruktion eingebaut werden. Dabei soll auch die Aufhängung der Friedhofsglocke gesichert werden. „Die fällt sonst als nächstes herunter“, meinte FDP-Ratsmitglied Bernd Clauer. Der Stadtrat vergab den Auftrag mit den Ingenieurleistungen sowie die Ausschreibung und Bauüberwachung an die Firma cp-Ingenieure aus Spiesen-Elversberg.



Im Bereich der Zweibrücker Straße zwischen der Bushaltestelle und dem Autohaus Wagner sowie in einem Teil der Zinselstraße ist die Instandsetzung der Gehwege aus „Verkehrsicherheitsgründen dringend notwendig“, sagte Hohn. Der Stadtrat ermächtigte den Bürgermeister, die Arbeiten nach Sicherstellung der Finanzierung zu vergeben. Das günstigste Angebot, rund 29 000 Euro, hat die Firma Seiler aus Bottenbach abgegeben.

Im Zuge der Fahrbahnsanierung der L 479 Richtung Brenschelbach soll auch die Brücke über die Schwalb erneuert werden. Dabei soll der Abflussquerschnitt mehr als verdoppelt werden. „Welche Auswirkungen hat das für die Hochwasserproblematik?“, fragte Hohn. Das sei ein heikles Thema. „Da haben wir noch Klärungsbedarf.“ Ebenso müsse noch über die Vollsperrung der Straße gesprochen werden.

Nils Weis von der Firma Schmitz aus Ormont legte den ersten Forstwirtschaftsplan nach der Übertragung der Waldbewirtschaftung an das Unternehmen vor. Im vergangenen Jahr seien in erster Linie Verkehrssicherungsmaßnahmen im Bereich des Mühlenradweges und des Premiumwanderweges durchgeführt worden. In diesem Jahr wolle das Unternehmen „konzentriert“ im Gimpelwald Holz einschlagen.

Insgesamt sind 224 Festmeter geplant. „Das ist knapp unter dem Zuwachs“, sagte Schmitz. Dem Plan stimmte der Rat zu. Allerdings mahnte der Beigeordnete Helmut Weiske (CDU), dass das Unternehmen den Wald nicht so hinterlassen dürfe wie nach den ersten Arbeiten. „Das sieht schlimm aus.“ Weis meinte, dass das Abfallholz auf der Fläche bleiben könne. „Das schadet nicht.“ Wobei Bernd Clauer (FDP) anmerkte, dass das Gebiet im Überflutungsbereich liege. Im April oder Mai soll eine Begehung stattfinden.