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Gedächtnistraining mit Martina Kneisel
Denken geht besser, wenn man dazu singt

 Mit guter Laune aktivierte Gedächtnistrainerin Martina Kneisel die kleinen grauen Zellen der 60 Frauen.
Mit guter Laune aktivierte Gedächtnistrainerin Martina Kneisel die kleinen grauen Zellen der 60 Frauen. FOTO: Cordula von Waldow
Hornbach. Das Frauenfrühstück der evangelischen Gemeinde Hornbach verlieft diesmal besonders schwungvoll. Gedächtnistrainerin Martina Kneisel aktivierte spielerisch die grauen Zellen. Von Cordula von Waldow

() Es ist nicht nur einfach, fit zu bleiben, die kleinen grauen Zellen zu trainieren und neben der geistigen auch die körperliche Beweglichkeit zu fördern. Es macht sogar Spaß und in der Gruppe noch viel mehr. Das erlebten mehr als 60 Damen aus einem weiten Umkreis beim Frauenfrühstück der evangelischen Gemeinde Hornbach.

Die examinierte Ergotherapeuthin und Gedächtnistrainerin, Martina Kneisel, die lange in Zweibrücken gelebt hat, brachte die ohnehin muntere Gemeinschaft im Jugendheim spielerisch noch mehr in Schwung.

Gleich die erste Übung meisterten die überwiegend Rentnerinnen bis hin zur 90-jährigen Seniorin mit Bravour: Das „Apfellied“ auf die Melodie von „Im Märzen der Bauer“ singen und auf jede Taktzeit eine andere Bewegung klatschen. Mit viel Gelächter waren so Körper und Geist spielerisch aktiviert. Das bestätigte die These der Referentin: „Denken geht besser, wenn man dazu singt.“



Anschließend wurden mit den Fingerspitzen die Ohren zu „Eselsohren“ gezupft und zu „Segelohren“ lang gezogen, um rechte und linke Gehirnhälfte zu verbinden. Viele Gäste erinnerten sich an die Fingerspiele vom vergangenen Jahr und meisterten als Fortgeschrittene auch die nächste Stufe. „Denken und bewegen – wer rastet der rostet“ lautet das Motto von Martina Kneisel.

Diesmal stellte sie das schöne Deutschland mit seinen 13 Bundesländern, deren Hauptstädte, die drei Stadtstaaten und neun Anrainerstaaten in den Mittelpunkt ihres beschwingten Miniworkshops. Bei „Vorname des schlafenden Jungen“ etwa galt es zudem, „um die Ecke“ zu denken.

Die Lösung „Karlsruhe“ wurde gemeinsam erarbeitet. Singend ging es in die Jugenderinnerungen mit Liedern, in denen Städtenamen vorkommen, die von den Teilnehmern zu erraten waren. Die unbeschriftete Landkarte zeigte, wie gut sich die Seniorinnen in ihrem Heimatland auskennen.

Das gefiel Anneliese Schmidt aus Brenschelbach neben den Fingerspielen besonders gut an dem kurzweiligen, lehrreichen Vormittag. Alle waren sich einig: Die Zeit ist viel zu schnell verflogen. Sie hätten gerne noch weiter gemacht und freuen sich auf den nächsten Besuch von Martina Kneisel im September 2020.