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Ortsgemeinderat Käshofen
Feuerwehr-Unterkunft: Ein Extra-Ausschuss soll es richten

 Die Feuerwehr soll weiterhin beim DGH in Käshofen ihre Bleibe haben.
Die Feuerwehr soll weiterhin beim DGH in Käshofen ihre Bleibe haben. FOTO: Norbert Schwarz
Käshofen. Gemeinsam mit einer Prioritätenliste will der Rat so die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Käshofen umsetzen. Von Norbert Schwarz

Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrbleibe sind in Käshofen eine feste Einheit – und das soll so bleiben. Auf keinen Fall wird die Feuerwehr, welche sich gleichfalls in viel Eigenleistung eine Bleibe schuf, ausquartiert werden. Das hat der Ortsgemeinderat jetzt so entscheiden. Die Frage wurde aufgeworfen durch Planvarianten, wie das Dorfgemeinschaftshaus zeitgemäß baulich umzugestalten wäre.

Über die Sanierung zerbrechen sich die Käshofer Ratsmitglieder schon lange die Köpfe. Hinter verschlossenen Türen hatte unlängst das Planungsbüro Blanz aus Landstuhl dem Rat verschiedene Planstudien zur Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses vorgestellt. Tief durchatmen mussten die Gewählten dabei nicht allein wegen der zu erwartenden Sanierungskosten, die sich bereits in der Grobschätzung je nach Ausführungsumfang zwischen 1,4 bis 1,8 Millionen Euro bewegten. Noch ohne die Diskussionen abzuwarten stellte der Ortsbeigeordnete Klaus Köhler, der für den erkrankten Bürgermeister Egon Gilbert die Sitzung leitete, fest, dass eine solche Bausumme ganz einfach den Kostenrahmen von Käshofen sprengt.

Der Gedanke, fehlende Räumlichkeiten dadurch zu generieren, dass es statt der bisherigen Feuerwehrunterkunft eine neue Bleibe für die Floriansjünger gibt, fand gleichfalls keine Resonanz im Rat. „Da würden noch mehr als zehn Jahre ins Land gehen“, so die Auffassung von Edith Schneider und der frühere Bürgermeister Klaus-Martin Weber, jetzt als Ratsmitglied weiterhin dabei, merkte an, dass allein schon der Mietvertrag mit der Verbandsgemeinde solchen Überlegungen zuwider laufe. „Es gibt einen entsprechenden Vertrag, der auf lange Zeit beide Parteien, also die Ortsgemeinde als Hauseigentümerin und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land als Handelnde für die Feuerwehr aneinander bindet.“



Wie dennoch eine Verbesserung herbeigeführt werden kann, darüber konnten sich die Ratsmitglieder trotzdem verständigen. Zunächst wird ein Bauausschuss gegründet, der sich ganz speziell dieser Aufgabe annimmt. Das Erarbeiten einer Prioritätenliste könnte ein weiterer Schritt sein. Die Toiletten beispielsweise müssen neu gefliest werden, die Ver- und Entsorgung ist insgesamt überprüfungswürdig. Eine den heutigen Umweltanforderungen gemäße Hausheizung sei gleichfalls wichtig. Klaus-Martin Weber fand: „Da muss halt wieder das bekannte Käshofer Modell herhalten, werden wir vieles in Eigenleistung erledigen, darin darin haben wir ja schließlich Übung.“ Nach weiteren Diskussionsbeiträgen sprachen sich die Ratsmitglieder einstimmig für ein solches Vorgehen aus. Bauausschussgründung und Prioritätenliste sind Kernthemen.

Zum Sitzungsbeginn stellte der zuständige Revierförster Jürgen Leis den Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr vor. Nach dem neuen Forsteinrichtungswerk könnte die Gemeinde mehr als 800 laufende Festmeter Holz einschlagen. Mit einem Hiebsatz von 620 Festmetern bleibt sie weit hinter dieser Marke zurück. Dem Forstwirtschaftsplan 2020 stimmte der Rat zu.