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Bechhofen
Feuerwehr stellt Neuanschaffung vor

Bechhofen hat ein neues Tanklöschfahrzeug. Vor der offiziellen Übergabe konnten Laien und Fachleute schon einmal einen Blick riskieren.
Bechhofen hat ein neues Tanklöschfahrzeug. Vor der offiziellen Übergabe konnten Laien und Fachleute schon einmal einen Blick riskieren. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Die Bechhofer Feuerwehr ist stolz auf ihr neues Löschfahrzeug. Am Sonntag wurde es den Bürgern des Ortes vorgestellt. Von Norbert Schwarz

Seit diesem Wochenende steht in der Fahrzeughalle der Bechhofer Löscheinheit an der Rosenkopfer Straße ein nagelneues Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, kurz HLF 10, genannt. In Hohenlinden, vor den Toren von München, holte eine kleine Abordnung an Feuerwehrleuten das neue Einsatzfahrzeug ab und Wehrführer Martin Amann zeigte sich am Sonntag hocherfreut darüber, dass das Bürgerinteresse für das Auto und die Feuerwehr dermaßen groß war.

„Wir haben das ja ganz kurzfristig in die Wege geleitet, die offizielle Übergabe des neuen Hilfeleistungs-Tanklöschfahrzeugs wird ja erst im zweiten Quartal des kommenden Jahres erfolgen. Doch in Absprache mit Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker wollten wir unser neues Einsatzfahrzeug jetzt schon mal der Dorfbevölkerung und interessierten Wehren wie Organisationen zeigen. Eines steht nach dem gestrigen Besuchstag fest, unsere Entscheidung war richtig, das Interesse für die Arbeit der örtlichen Löscheinheit und das neue Dienstfahrzeug sind riesengroß“, so am Sonntag ein rundum zufriedener örtlicher Wehrführer Martin Amann. Mit dem neuen HLF 10 wird das im Jahr 1992 beschaffte Löschfahrzeug 8/6 außer Dienst gestellt. Zum Jahresende soll es die Löscheinheit aus Althornbach bekommen, weil das dortige Tanklöschfahrzeug nicht mehr einsatztauglich ist und das bereits bestellte, neue Tanklöschfahrzeug für die Althornbacher Löscheinheit erst im Jahr 2020 ausgeliefert wird. Übergangsweise werden also die Althornbacher das Bechhofer Auto bekommen, ehe dieses dann nach Aussage von Martin Amann veräußert werden soll. „Wir haben unser LF 8/6 gehegt und gepflegt, übergangsweise werden die Löschkameraden aus Althornbach damit sicher ganz gut dastehen.“  Das von vielen Bürgern, Männer wie Frauen, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen so genau in Augenschein genommene neue Löschfahrzeug hat einen 1200-Liter-Wassertank und 120 Liter Schaum im Wagengepäck. Auf dem Fahrzeugdach sind zwei Leitern verankert, mit denen aus einer Höhe von rund zwölf Metern noch Hilfeleistungen möglich sind. Martin Amann: „Das Fahrzeug ist ein Allrounder, kann sowohl für die Brandbekämpfung als auch Menschenrettung oder die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen.“ Über die Anschaffungs- und Förderkosten wollte der Wehrführer nichts sagen, das sei der Part von Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker. Doch dieser habe am Sonntag beim Grußwort anklingen lassen, dass der Wert des neuen Dienstfahrzeuges der Löscheinheit dem Wert eines kleinen Einfamilienhauses ebenbürtig sei.

Zweieinhalb Jahre ist am Fahrzeugaufbau geplant worden. Die Josef Lentner GmbH in Hohenlinden realisierte die Vorstellungen der Feuerwehrleute, die damit ihren Einsatz verrichten. Von Mercedes stammt der Unterbau, der Motor leistet 300 PS und erfüllt die Euro-Norm 6. Es ist allradgetrieben und singlebereift. Amann „Sonst haben die Lkw zwei Zwillingsreifen hinten, wir haben größere Reifen und sind dadurch bestens für das Gelände geeignet.“ Eine Einsatzgruppe findet im Fahrzeug Platz und weil Bechhofen mit Käshofen und Rosenkopf eine Ausrückegemeinschaft bildet, ist auch das neue Fahrzeug auf die entsprechenden Bedürfnisse abgestellt.