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Architekt prüft Pläne
Feuerwehr soll mehr Platz bekommen

Viel Platz haben die Feuerwehrleute aus Käshofen nicht. Deshalb werden auch Überlegungen angestellt, wie die Situation verbessert werden kann.
Viel Platz haben die Feuerwehrleute aus Käshofen nicht. Deshalb werden auch Überlegungen angestellt, wie die Situation verbessert werden kann. FOTO: Norbert Schwarz / nos
Käshofen. Käshofen: Architekt soll prüfen, wie die derzeitigen Räume erweitert werden könnten.

Gegenüber der alten Dorfschule, dort wo sich einst das Bürgermeisteramt für Käshofen und Wiesbach befand, haben die Bürger von Käshofen seit vier Jahrzehnten ihre dörfliche Bleibe: das Dorfgemeinschaftshaus. Jetzt werden Überlegungen angestellt, wie man das Raumangebot besser aufteilen kann. Das läge ganz im Sinne der Feuerwehrleute. Die nämlich fühlen sich etwas eingeengt.  Doch zunächst wird ein Architekt die Möglichkeiten prüfen.

 „Wir haben ein Zentrum, um das uns viele andere Gemeinden beneiden“, stellt Ortsbürgermeister Klaus-Martin Weber fest, der jetzt im Ortsgemeinderat die Thematik „Dorfgemeinschaftshaus“ zur Diskussion stellte. Über die Sanierung der Einrichtung wird seit längerer Zeit diskutiert. Erst im letzten Jahr wurde an der Stirnseite des Hauses gegen Norden hin ein großer Lagerraum angebaut, der nicht nur die Saalbestuhlung aufnimmt, sondern zugleich die Sportgeräte der Tischtennissportler des Ortes, die hier ihre feste Bleibe haben. Auch die Gymnastikfrauen sind hier aktiv. Inwieweit kurzfristig der Bitte von Jugendlichen auf Überlassung von Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus entsprochen werden kann, soll umgehend geprüft werden. Vieles ist also in der Schwebe. Dazu nochmals Ortsbürgermeister Weber: „Es ist 40 Jahre her, seit wir das Dorfgemeinschaftshaus haben. Die Einrichtung ist in die Jahre gekommen. Am Dach zeigen sich Mängel, bei der Heizung kommt es immer wieder zu Störungen, die Sanitäranlagen sind nicht mehr zeitgemäß.“ Die Feuerwehr habe im Ort schon immer einen hohen Stellenwert gehabt. Sie sei  seit der Verwaltungsreform eine Stützpunktfeuerwehr, so Weber. Mit der Inbetriebnahme des neuen Stuhllagers wurden Räumlichkeiten frei, welche die Feuerwehr gern für sich beanspruchen würde. Im Feuerwehrgerätehaus soll eine neue Absauganlage für die geparkten Löschfahrzeuge eingebaut werden. Das vorhandene Raumangebot wird dadurch nochmals dezimiert. Wehrführer Andreas Schumacher: „Wir würden gerne den ehemaligen Lagerraum für unsere Zwecke beanspruchen. Etwa als Umkleide. Unsere Löscheinheit hat immerhin vier  Frauen im aktiven Dienst. Das ist gerade für den Einsatz über Tag wichtig.“ Wie die Diskussionen um das Raumangebot insgesamt ergaben, wird der bisherige Lagerraum allerdings auch für anderen Veranstaltungen der Gemeinde genutzt. So seien dort inzwischen Kühlschränke und ergänzendes Mobiliar abgestellt, das vor allem bei Großveranstaltungen, wie etwa der Kerwe, die Arbeit des Hilfspersonals erleichtern. Jetzt wird nach langfristigen Lösungen gesucht. Ein ganz wesentlicher Aspekt wird hierbei die Dacherneuerung sein. Dort, so einige Ratsmitglieder, könnte vielleicht zusätzlicher Stau- und Lagerraum entstehen. Ein Architekt soll jetzt das Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrgerätehaus im Hinblick auf das Raumangebot unter die Lupe nehmen.