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Fast eine Million für Kindergarten

Der Kindergarten in Kleinsteinhausen wird derzeit saniert und räumlich erweitert. Foto: Schwarz
Der Kindergarten in Kleinsteinhausen wird derzeit saniert und räumlich erweitert. Foto: Schwarz FOTO: Schwarz
Kleinsteinhausen. Rund eine Million Euro investiert die Gemeinde Kleinsteinhausen in die bauliche Erweiterung. Eine Zukunftsinvestition für den Ort sagt nicht allein Ortsbürgermeisterin Wagner. Norbert Schwarz

Junge Familien für die Gemeinde, eine gute Geburtenrate im Dorf - für Ortsbürgermeisterin Martina Wagner sind das Fakten, um den Ort zukunftsfähig zu machen. Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern werden gegenwärtig die Zukunftsweichen gestellt. Fast eine Million Euro investiert die Kommune in Erweiterung und Sanierung des Kindergartens.

40 Jahre ist das Kindergarten-Gebäude mittlerweile alt. Eine segensreiche Einrichtung für die jungen Familien im Dorf, wie die Ortsbürgermeisterin rückblickend feststellt. Die damaligen Investitionen hätten sich ausgezahlt. "Wir haben keine Industrie, können uns keine Hoffnung darauf machen, dass wir über die Windenergie mehr Geld in die Gemeindekasse kommen, also ist eine Verbesserung bei den Finanzen nur über die Anteile bei der Einkommensteuer möglich", stellt Martina Wagner sachlich fest und versucht, sich gemeinsam mit den Ratsmitgliedern auf diese Gegebenheiten einzustellen.

Dass für den Kindergarten jetzt eine derartige Großinvestition notwendig wurde, habe sich anfangs niemand vorgestellt, beleuchtet Wagner den bisherigen Projektverlauf. Baumängel waren festgestellt worden, ein Beseitigen unumgänglich. "Man kennt das ja als Besitzer eines älteren Hauses aus eigener Erfahrung. Meist kann man nicht hinter die Wände blicken. Dann müssen nicht nur die Fenster raus, sondern ist eine Trockenlegung für Wände und Decken weiter notwendig, weil an verschiedenen Stellen Wasser eingetreten ist", erläutert die Ortsbürgermeisterin. Das undichte Dach beim Kindergarten habe bei der Gemeindeeinrichtung zunächst unsichtbare Spuren hinterlassen. Erst, als man zum Erneuern von Wänden und Böden in den Gruppenräumen gekommen sei, habe man die ganze "Bescherung" gesehen. Daneben führten auch die neuen Vorschriften beim Betrieb eines Kindergartens zwangsweise zu einem größeren Raumbedarf. Als zweigruppiger Kindergarten mit 45 Kindern sei der Hort einmal konzipiert gewesen. Der Wunsch, auch Neugeborene und Kinder bis zum dritten Lebensjahr aufnehmen zu können, habe das Schaffen von neuen Räumen gleichfalls unumgänglich gemacht. Dazu Martina Wagner: "Wir mussten den früheren Turnraum dafür opfern und schaffen jetzt Ersatzraum zum Turnen, für die Gerätschaften und das Personal." Jetzt sei alles soweit fertig. Lediglich die große Dachsanierung habe man sich aus witterungsmäßigen Überlegungen bis zum Sommer hin aufgehoben.