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Bürgermeister beklagt Kostensteigerung
Contwig saniert Fasaneriestraße

 Alles neu Die Blumenstraaüe in Contwig wird derzeit vaðllig saniert und erneuert. Die Verbandsgemeindewerke erneuern den Kanal, die Gemeinde wird anschlieaüend die Straaüe neu ausbauen. Es geht dabei Hand in Hand.
Alles neu Die Blumenstraaüe in Contwig wird derzeit vaðllig saniert und erneuert. Die Verbandsgemeindewerke erneuern den Kanal, die Gemeinde wird anschlieaüend die Straaüe neu ausbauen. Es geht dabei Hand in Hand. FOTO: nos / Norbert Schwarz, Bildjournalist,
Contwig. Über die Hälfte der Gesamtkosten von 900 000 Euro muss die Ortsgemeinde aufbringen. Von Norbert Schwarz

Kontinuierlich setzt die Ortsgemeinde Contwig ihr Straßenausbauprogramm fort. Nach der Blumenstraße ist dieses Jahr die Fasaneriestraße am Zuge. Der Straßenzug, von der Truppacher Straße abzweigend, wird von Grund auf erneuert. Fast 900 000 Euro werden in die Dorfstraßenerneuerung investiert. Den Löwenanteil muss bei den Kosten die Ortsgemeinde aufbringen, nämlich rund 500 000 Euro.

„Die Kosten in der Bauwirtschaft explodieren im Augenblick, das werden wir später auch bei der Arbeitsvergabe für den neuen Kindergarten spürbar merken“, stellte ein sichtlich enttäuschter Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann fest. Beim Ausbau der Fasaneriestraße einschließlich der Arbeiten für die teilweise Erneuerung des Kanals und der Wasserversorgungsleitungen kamen gerade einmal drei Angebote von entsprechenden Fachfirmen. Das günstigste Angebot unterbreitete dabei die Firma A.+B. Staab aus Schmitshausen mit einem Kostenvolumen von insgesamt 881 833,32 Euro. Bärmann: „Vor fünf Jahren, als wir unser Straßenausbauprogramm aufstellten, wurden die Kosten für diese Maßnahme auf 381 000 Euro nach den damaligen Preis in der Bauwirtschaft kalkuliert.

Noch bei der Vorbereitung zur Ausschreibung ging vom beauftragten Ingenieurbüro Wonka aus Nünschweiler eine vorsichtige Kostenschätzung von 420 000 Euro ein. Jetzt werden die Arbeiten nochmals 80 000 Euro teurer. „Für alle Kommunen sehe ich bei dieser Kostenexplosion auf Dauer nur noch wenig Spielraum zur Investition“, sagte Bärmann. Auch in Contwig gilt, dass der Straßenausbau über den wiederkehrenden Beitrag finanziert wird.



Mehrkosten wird es auch beim Ausbau des Wirtschaftsweges im „Klingeltal“ geben. Ein Lichtblick dabei ist jedoch für die Gemeinde, dass diese Maßnahme vom Land aus dem Fördertopf „Wirtschaftswegeausbau“ mit 75 Prozent bezuschusst wird. Der Ortsbürgermeister informierte die Ratsmitglieder umfassend über die Art und Weise des Ausbaues. Die Arbeiten müssen bis zum Oktober abgeschlossen sein. Der Straßenbauer Otto Jung aus Sien hatte für die Arbeiten mit 314 558,06 Euro das kostengünstigste Angebot unterbreitet. Die Kostenschätzung lag hier bei 295 000 Euro.

Bereits zum Monatsbeginn sollten die Erdarbeiten für den Bau des neuen Kindergartens oberhalb der Grundschule an der Maßweilerstraße anlaufen. Sind sie allerdings nicht, weil die Pfalzwerke AG erst jetzt den Stromanschluss für die Baustelle schuf. Karl-Heinz Bärmann erinnerte daran, dass die Arbeiten für den Rohbau der neuen Einrichtung bereits in der Vorweihnachtszeit vergeben wurden. Jetzt seien weitere Innen- und Außenarbeiten ausgeschrieben worden. Ortsbürgermeister Bärmann: „Die Kostensteigerung, die sich bereits letztes Jahr bei der Arbeitsvergabe abzeichnete, ist jetzt leider Realität geworden. Wir müssen beim Kindergarten mit erheblichen Mehrkosten rechnen, Schon jetzt sind 15 bis 20 Prozent an Kostensteigerungen eingeplant.“ Die Gerüstbauarbeiten wurden an die Firma Benoit aus Dellfeld vergeben. Vergabesumme: 14 000 Euro. die Schätzung lag bei 10 000 Euro. Die Dacharbeiten gingen an den kostengünstigsten Bieter, die Firma Holzbau Müller aus Pirmasens für 134.000 Euro. 116 000 Euro hoch war hier die Kostenschätzung. Estrich: Okatar, Merzig´/Saar: 15 000 Euro (Schätzung 12.600). Außenputz und Dämmung: Güler, Schaidt/Saar für 64 000 Euro (Schätzung: 58 000 Euro). Schreinerarbeiten: Rott aus Schweix für 28 000 Euro (geschätzt: 23 000). Zimmermann- und Holzarbeiten: Dahler-Sester aus Heltersberg für 59 000 Euro (Schätzung: 52 000 Euro). Allein bei den Malerarbeit, die an die Firma Willi Bastian aus Maßweiler gingen, war eine Kostenreduzierung zu verzeichnen. 26 000 Euro sollen sie jetzt kosten, die Schätzung lag hier bei 30 000 Euro.