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Jakobsmuschel wird eingeweiht.
Martinskirche im Zeichen der Muschel

 An der Dorfkirche von Großbundenbach werden die nächste steinerne Pilgermuschel des „Sternenwegs“ und eine Infotafes angebracht.
An der Dorfkirche von Großbundenbach werden die nächste steinerne Pilgermuschel des „Sternenwegs“ und eine Infotafes angebracht. FOTO: Cordula von Waldow
Großbundenbach. Am Sonntag wird die Dorfkirche in Großbundenbach als Bezugspunkt des des europäischen Modellprojektes „Sternenweg“ ausgezeichnet. Nach dem Gottesdienst stellt Initiator Peter Lupp die Kulturgeschichte der Jakobspilgerschaft und das daraus entstandene Projekt vor. Von Cordula von Waldow

Die mittelalterliche Dorfkirche St. Martin in Großbundenbach erhält eine Auszeichnung als Bezugspunkt im Rahmen des europäischen Modellprojektes „Sternenweg/Chemin des étoiles“. Am Sonntag, 22. September, wird um 10.30 Uhr im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes das Projekt vorgestellt. Feierlich werden die steinerne Jakobsmuschel und die Informationstafel eingeweiht. An diesem Tag wird es auch erstmals den neuen Pilgerstempel der Kirche geben.

2006 rief der Regionalverband Saarbrücken das europäische Modellprojekt „Sternenweg/Chemin des étoiles“ ins Leben, um behutsam auf die Bedeutung der Wege der Jakobspilger in Teilen des Saarlandes, der Pfalz, Lothringens und im Elsass aufmerksam zu machen. Seither wird es mit vielen Partnern in einem großregionalen und europäischen Kontext kontinuierlich weiterentwickelt.

Zentrale Themen sind das kulturelle Erbe der Jakobspilgerschaft und eine Pilgerschaft der Gegenwart, die sich auf die Wurzeln Europas, vor allem auf die Bildung und Verbreitung europäischer Werte bezieht: Eine Pilgerschaft entlang der Sterne Europas für Weltoffenheit, Humanität, Freiheit, Freundschaft, Demokratie und Frieden.



Sichtbare Bezugspunkte sind „Wegezeichen“, mit denen die mittelalterliche Kunst und Baukultur gekennzeichnet wurde, als Erinnerung an den Zeitgeist jener Pilger, die im Mittelalter ihren Weg durch diese alte Kulturlandschaft gesucht haben. Damals wie heute ist die Pilgerschaft zum Grab des Heiligen Jakobus von einer Sehnsucht nach Erkenntnis, Freiheit und Frieden geprägt und steht daher auch für die Wurzeln Europas.

355 mittelalterliche Kleinode wurden mittlerweile als „Zeitzeugen“ entlang der 17 verschiedenen Routen erfasst, die sich durch den Projekttraum schlängeln. Mit ihrer besonderen Aura laden sie entlang des Wegenetzes zum Spurensuchen und Entdecken ein, gerne auch einmal abseits der offiziellen Routen.

Die mittelalterliche Dorfkirche von Großbundenbach zählt auf Grund ihrer wertvollen kunsthistorischen Ausstattung zu den aussagekräftigsten Bezugspunkten des Projektes.

Am Sonntag stellt der Ideengeber und Projektleiter Peter Michael Lupp vom Regionalverband Saarbrücken die Kulturgeschichte der Jakobspilgerschaft und das daraus entstandene Projekt in der Dorfkirche von Großbundenbach vor.

Kontakt und weitere Informationen: Milan Unbehend, Protestantisches Pfarramt Großbundenbach, Telefon (0 63 37) 3 14, Peter Michael Lupp, Telefon (06 81) 506 60 60.