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Großbundenbach
Rat gibt grünes Licht für Kita-Erweiterung

Für den zweiten Fluchtweg muss die Kindertagsstätte „Bundenbach“ umgebaut werden. Die stählerne Fluchttreppe steht bereits, demnächst verschwinden die Glasbausteine, außerdem wird eine Tür eingebaut.
Für den zweiten Fluchtweg muss die Kindertagsstätte „Bundenbach“ umgebaut werden. Die stählerne Fluchttreppe steht bereits, demnächst verschwinden die Glasbausteine, außerdem wird eine Tür eingebaut. FOTO: nos
Großbundenbach. Die Vergrößerung des Kindergartens in Großbundenbach soll 400 000 Euro kosten. Auch Dachgeschoss wird künftig genutzt. Von Norbert Schwarz

Nach vielen Diskussionen scheint jetzt der gordische Knoten durchtrennt: Der Ortsgemeinderat Großbundenbach hat per Grundsatzbeschluss die Weiche für die Erweiterung der „Kindertagesstätte Bundenbach“ gestellt.

Ortsbürgermeister Dieter Glahn: „Berücksichtigt sind die Belange des Denkmalschutzes. Wir wissen ja um die Sensibilität dieses Themas, die Gespräche aller Beteiligten führten jedoch zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Jetzt wissen wir, in welche Richtung der Zug fährt und können weitere Schritte in die Wege leiten. Bis zum kommenden Frühjahr muss die Planung fertig sein, weil dann auch die Förderanträge eingereicht sein müssen.“ Als Fixpunkt gilt dafür der der 15. April. Dann nämlich muss der Förderantrag mit detaillierter Kostenschätzung in Mainz vorliegen. Vom Land erwarten die beiden Bundenbacher Orte als Betreiber der Kita einen Landeszuschuss von 100 000 Euro. Nach den Förderrichtlinien des Landkreises Südwestpfalz wird sich dieser mit 150 000 Euro beteiligen. Den Rest müssen die beiden Ortsgemeinden Großbundenbach und Kleinbundenbach schultern.

Architekt Josef Obermeier, selbst Bürger aus Großbundenbach, wurdet mit der Planung betraut. Es gilt, den hinteren Teilbereich aufzustocken. Seine momentane Kostenschätzung für das Vorhaben liegt bei 400 000 Euro. Auf Plandetails wollte Obermeier am Sitzungsabend noch nicht eingehen, machte aber deutlich, dass die Detail bei solchen Veränderungen im baulichen Bestand oftmals für Überraschungen auf der Kostenseite sorgen können. So muss nach derzeitigem Prüfstand eine weitere Zwischendecke eingezogen werden, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Wäre diese neue Decke nicht notwendig, könnte ein Kostenlimit sogar unter den 400 000 Euro als gegenwärtiger Kostenobergrenze liegen. Jetzt müssen Statiker und Brandschutzexperten noch mit ins Boot genommen werden.



Nachdem jetzt aber die Verantwortlichen wissen, in welche Richtung es geht, ist eines der größten Hindernisse doch aus dem Weg geräumt. „Die Notwendigkeit zur baulichen Erweiterung ist ja nicht das Thema, wir haben jetzt 34 Kinder und keine freien Plätze mehr. Dabei ist nicht allein der Babyboom im Nachbarort ein Zwangspunkt“, stellt Dieter Glahn fest. Leerräume wird es in der im ehemaligen Bürgermeisteramt und Schulhaus in Großbundenbach untergebrachten Kita künftig nicht geben. Selbst für das leerstehende Dachgeschoss ist eine Verwendungsmöglichkeit vorgesehen, es soll Lagerraum werden. Um das zu ermöglichen, wird ein Aufzug installiert. Zu Gruppenräumen wird das Obergeschoss komplett umfunktioniert. Der Mehrzweckraum, bisher auch Tagungsstätte für die Ratssitzungen, kommt ins Erdgeschoss, wo auch sinnvollerweise die kleinsten Kita-Besucher, die Krippenkinder, künftig ihr Refugium haben werden.