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Jahresgespräch
Entscheidung über DGH im Herbst

 Seit Jahren befindet sich das Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus in einem desolaten Zustand.
Seit Jahren befindet sich das Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus in einem desolaten Zustand. FOTO: Norbert Rech
Bechhofen. Bürgermeister Sefrin: Bechhofen plant ein Baugebiet in Richtung Lambsborn. Von Norbert Rech

Bis Herbst soll entschieden werden, wie es mit dem Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus weitergeht. Das erklärt Ortsbürgermeister Paul Sefrin (CDU) in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Das Gebäude, das auch von den örtlichen Vereinen genutzt wird, befindet sich seit längerer Zeit in einem desolaten Zustand (wir berichteten mehrfach) Nun soll eine Machbarkeitsstudie Aufschluss darüber geben, ob das Haus saniert oder ganz geschlossen wird. „Die Vereine und die untere Bauaufsicht werden bei die Entscheidung dann eingebunden“, so Sefrin, der vier Möglichkeiten sieht. Zum einen stehe die Sanierung. Es sei aber auch der Abriss und Neubau an gleicher Stelle möglich. Außerdem könnte andere Bausubstanz im Dorf genutzt werden. Zuletzt gebe es als Alternative auch den Neubau an einem anderen Platz.

Ein weiteres Projekt in 2018 sei die Entwicklung Bechhofens. Konkret sei ein Baugebiet am Neupeter Hof in Richtung Lambsborn geplant. Vorgesehen seien 30 Grundstücke. Der Ortsgemeinderat habe bereits erste rechtliche Schritte in die Wege geleitet (vorgezogene Beteiligung der Träger öffentlicher Belange) „Die Nachfrage von Bauwilligen ist groß“, macht der Ortsbürgermeister deutlich, dass die Grundstücke wohl innerhalb kurzer Zeit verkauft sein könnten. Die Menschen würden vor allem die intakte Infrastruktur schätzen. Neben den Geschäften gibt es eine Schule, einen Kindergarten, einen Arzt und viele Vereine. Von der Ortsmitte starten Wanderwege. Auch die Nähe zu Homburg spiele eine große Rolle. Eigentümer des Baulandes seien hauptsächlich Privatleute, mit denen bereits im vergangenen Jahr entsprechende Gespräche stattgefunden hätten. Deshalb hofft Sefrin, dass möglichst zügig Baurecht geschaffen werden und die Erschließung beginnen kann.

Für 2018 sei auch der Ausbau der Kirrberger Straße geplant. In Form eines Programms seien in Bechhofen beim Straßenausbau entsprechende Weichen gestellt worden. Die Verbandsgemeindewerke hätten bei der Kirrberger Straße auch die Kanalsanierung zugesichert. Umgesetzt werden soll das Projekt in Bauabschnitten. Unter Umständen sollen auch die Schlaglöscher in der Lambsborner Straße verschwinden. Dieses Vorhaben müsse mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und der Kreisverwaltung koordiniert werden.



Besonders stolz ist Ortsbürgermeister Sefrin auf die örtliche Kindertagesstätte, in der im vergangenen Jahr eine sechste Gruppe eingerichtet wurde. Jetzt können bis zu 115 Kinder die Einrichtung besuchen. Entsprechende bauliche Veränderungen – die Schaffung eines neuen Bewegungsraums oder der Brandschutzleiter seien erledigt. In diesem Jahr folge noch die räumliche Trennung des Außenbereiches für die Krippenkinder. Vorgesehen sei hier ein Zaun. Eine Entlastung des Spielplatzes des Kindergartens erfolge durch Investitionen in die anderen öffentlichen Plätze am Kiefernweg oder am Dorfgemeinschaftshaus.

Ob Sefrin bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr noch einmal antreten wird, dazu wollte er sich konkret nicht äußern: „Ich bekleide das Amt immer noch mit Freude.“ Bezüglich der Wahlen wolle er sich frühzeitig mit seinen Parteifreunden beraten. Dann werde auch eine Mannschaft aufgestellt.

 Bechhofens  Bürgermeister  Paul Sefrin
Bechhofens Bürgermeister Paul Sefrin FOTO: Volker Baumann