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Bechhofen
Ein Projektentwicklungsplan soll’s richten

 Das Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus.
Das Bechhofer Dorfgemeinschaftshaus. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Alle Sanierungsspläne für das in die Jahre gekommene Dorfgemeinschaftshaus in Bechhofen sind bisher gescheitert. Jetzt nimmt die Gemeinde einen neuen Anlauf.

Kläglich scheiterte die Ortsgemeinde bisher mit ihren Förderanträge zur Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses auf der Schmittenflur. Inzwischen reifen neue Überlegungen. Ein Projektentwicklungsplan soll mithelfen die Dinge abzuklären, einen Förderantrag erfolgreich und vielversprechenden auf den Weg zu bringen. Das Zweibrücker Büro Grub Architekten und Ingenieure GmbH ist jetzt mit der Projektentwicklung durch den Ortsgemeinderat beauftragt worden. 

In der Altenstube im Dorfgemeinschaftshaus steht Auffangbottiche für Regenwasser. Das gleiche Bild im großen Saal, der teilweise überhaupt nicht mehr nutzbar ist. In der Gaststube haben sich Gipskartonplatten an der Decke gelöst, hängen teilweise herunter. Das Erneuern des Flachdachs bei der Einrichtung, die in den 80er Jahren eingeweiht wurde und allein wegen der architektonischen Gestaltung nicht allein in der damaligen zeit ein Blickfang war, ist für Ortsbürgermeister Paul Sefrin und die Ratsmitglieder das größte Sorgenkind, weil eine Nutzung der Einrichtung nur noch bedingt überhaupt möglich ist. „Ein neues Dach muss her, dann müssen die weiteren Sanierungsschritte folgen. Ich denke da an die Heizung wie die energetische Überarbeitung schlechthin. Drei Förderanträge sind uns bisher negativ verbeschieden worden. Hinter den Folgekosten stand immer das große Fragezeichen. Ein schlüssiger Projektentwicklungsplan könnte jetzt zum Rettungsanker werden,“ sagt Ortsbürgermeister Sefrin und erklärt auch gleich wie. Das Dorfgemeinschaftshaus, direkt gegenüber dem Kindergarten liegend und vom dortigen Grundstück nur durch eine Anliegerstraße getrennt, könnte auch als Kindergarten genutzt werden. Für zwei weitere Kindergruppen muss Platz geschaffen werden. Am alten Standort lässt sich das allerdings nicht mehr verwirklichen. Hier ist, räumlich gesehen, für die gegenwärtigen sechs Kindergruppen schon alles ausgereizt. Deshalb der Gedanke, solche Räumlichkeiten beim Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen, welche dann multifunktional nutzbar seien. Sefrin: „Wir denken da an kleinere Versammlungsräume. Der große Saal im Dorfgemeinschaftshaus steht von 360 Tagen im Jahr gut 300 Tage leer. Die Musiker vom heimischen Musikverein sind einzige Dauergäste. Wegen den bekannten Auflagen (Lärmschutz) ist die Saalnutzung ohnehin auf 12 Großveranstaltungen im Jahr eingeschränkt das alles gilt es beim Projektentwicklungsplan zu prüfen und zu berücksichtigen. Neue Räume für zwei Kindergruppen müssen geschaffen werden. Die vorgesetzten Behörden haben bereits Zustimmung zu den weiteren Gruppen gegeben. Mit acht Gruppen würde die Gemeindeeinrichtung dann zu den größten im Landkreis Südwestpfalz überhaupt zählen. Bei einem Projektentwicklungsplan sei es wie mit einem Puzzle, viele Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen, beschreibt Paul Sefrin großzügigen die Herausforderung für die Zweibrücker Architekten und Ingenieure. „Wir hatten ja auch schon mal versucht, dass wir am Standort Kindergarten, der ja im umgebauten, ehemaligen Rathaus seine Wurzeln hat, ein Seniorenwohnheim hinzubekommen und den Kindergarten neu zu bauen. Das wäre auch eine Lösung, nur finden wir keinen Investor. Also müssen andere Lösungen her und eine Antwort darauf soll der Projektentwicklungsplan geben.“ 

Noch dieses Frühjahr soll dieses Planwerk fertig sein, damit im Spätherbst erneut ein Förderantrag gestellt werden kann, der insbesondere auf Folgekosten eine schlüssige, zufriedenstellende Antwort gibt.