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Ein Obstbaum für jedes neue Baby

Um die Wette strahlten die Neugeborenen mit ihren stolzen Müttern und Vätern in Kleinsteinhausen. Von der Gemeinde wurde für jedes Baby ein Obstbaum gepflanzt. Foto: Norbert Schwarz
Um die Wette strahlten die Neugeborenen mit ihren stolzen Müttern und Vätern in Kleinsteinhausen. Von der Gemeinde wurde für jedes Baby ein Obstbaum gepflanzt. Foto: Norbert Schwarz FOTO: Norbert Schwarz
Kleinsteinhausen. 23 Lebensbäume sind in Kleinsteinhausen gepflanzt worden. Einer für jedes neue Baby, das dort im vergangenen Jahr auf die Welt gekommen ist. Für Bürgermeisterin Martina Wagner eine echte Chance für die Zukunft des Ortes. Norbert Schwarz

Bunte Luftballons an bunten Gießkännchen. Und nein, die blauen waren nicht allein für Jungs bestimmt und pinkfarbene bekamen nicht nur die Mädchen. Es war ein buntes Gesamtbild und wurde das Strahlen von Babys, Müttern und Vätern großartige ergänzt, wie Ortsbürgermeisterin Martina Wagner feststellte, die mit dem Überreichen einer Urkunde zum Lebensbaum einen Hauch Ernsthaftigkeit ins sonst so bunte Treiben brachte. "Herzlich willkommen, kleiner Erdenbürger, werde groß und stark, wie dein Baum des Lebens, sei verwurzelt mit deiner Familie und Heimat, damit du den Stürmen in deinem Leben standhältst. Dein Lebensbaum soll viele Früchte tragen, dir Gesundheit spenden und in allen Lebenslagen Kraft schenken." Mit Unterschrift und Dienstsiegel wurde alles festgehalten und wird auch in Jahren noch an den Tag der Übergabe erinnern. Wie im letzten Jahr sollte die Übergabe der Lebensbäume an die jetzt hinzugekommenen kleinen Erdenbürger drüben bei der Frankenstraße geschehen. Doch die Witterung machte einen plötzlichen Umzug in die Gemeindehalle notwendig. Zehn Neugeborene kamen allein seit dem November des letzten Jahres hinzu. Für Martina Wagner ein großartiges Plus in der Geburtenstatistik des Ortes. Von den 13 Eltern, die im letzten Jahr ebenfalls eine solche Lebensbaumurkunde bekommen haben, waren zahlreiche gekommen und nutzen den gemütlichen Plausch hinterher zum Erfahrungsaustausch.

Die Bäume waren von der Kreisverwaltung Südwestpfalz geliefert worden und viele Helfer pflanzten die Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Mirabellenbäume. Eva Metzner fotografierte jeden Lebensbaum, der ein Namensschild des Neugeborenen trägt. Selbst die Pflege und das Bewässern der Lebensbäume übernehmen ehrenamtliche Helfer der Gemeinde, die sich selbstverständlich freuen, wenn sich künftig auch die Eltern der Neugeborenen einbringen. Martina Wagner rechnet fest damit, dass zum Einschultag der Kinder die Obstbäume dann auch erste Früchte tragen.