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Drei regieren Lambsborn

Lambsborn. Unter das Kommunalwahljahr 2009 kann jetzt auch Lambsborn endlich einen Schlussstrich ziehen. In der Gemeinderatssitzung am Montag führte der bisherige Amtsinhaber Karl Gortner seinen Nachfolger Rudi Molter, den 53-jährigen Stationsleiter bei der Flugplatzfeuerwehr Ramstein als Chef der Ortsregierung ein Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Schwarz

Lambsborn. Unter das Kommunalwahljahr 2009 kann jetzt auch Lambsborn endlich einen Schlussstrich ziehen. In der Gemeinderatssitzung am Montag führte der bisherige Amtsinhaber Karl Gortner seinen Nachfolger Rudi Molter, den 53-jährigen Stationsleiter bei der Flugplatzfeuerwehr Ramstein als Chef der Ortsregierung ein. Molter überreichte anschließend nach den beiden Wahlgängen Gerlinde Scheffe als Erster Ortsbeigeordneten von Lambsborn die Ernennungsurkunde. Zum Zweiten Ortsbeigeordneten wurde Ralf Vollmar ernannt. Derweil Gerlinde Scheffe in der Lambsborner Kommunalpolitik sich längst einen Namen machte, muss Ralf Vollmar als echter "Newcomer" gelten. Zum Sitzungsbeginn war Vollmar erst als nachrückendes Ratsmitglied für das Gremium verpflichtet worden, ehe ihn später der neue Ortsbürgermeister Molter zu seinem zweiten Stellvertreter vorschlug. Gerlinde Scheffe und Ralf Vollmar gehören beide der Wählergruppe Rudi Molter an. Gegenkandidaten hatten die beiden Vorgeschlagenen bei dem Wahlgang nicht aus dem Weg zu räumen. Überraschend war das Wahlergebnis trotzdem, denn jeweils vier Ratsmitglieder votierten gegen die Bewerber. Die Wählergruppe Molter hat im Rat neun Sitze, die SPD ist mit vier Mandatsträgern vertreten. "Graue Haare lassen wir uns dadurch aber nicht wachsen, meinte Molter gestern in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Dass es allerdings vier Gegenstimme geben würde, sei doch überraschend gewesen, räumte der neue Ortsbürgermeister ein. Rudi Molter hat als Nahziel das Ausweisen eines Baugebietes am Kirchberg genannt. 17 Bauplätze sollen dort erschlossen werden. "Wir müssen das aber in ganz kleinen Schritten tun, denn finanziell ist unser Ort im Augenblick nicht auf Rosen gebettet." Im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau ist der fragliche Gebietsbereich "Kirchberg" als Baugelände ausgewiesen. Jetzt gilt es zunächst einmal einen rechtskräftigen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. In einem der ersten Lambsborner Baugebiete, dem "Am Fehrborn" müssen die Anliegerstraßen erneuert werden. Zu den Gesamtkosten von 275 000 Euro bekommt die Gemeinde Finanzhilfe des Landes.