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Ortsgemeinderat tagt
Dietrichingen plant die Zukunft

Ja zur Dorferneuerung. Für Frank Freyer heißt das auch, weiterhin für die Kinder und Dorfjugend im Ort etwas zu tun, wie etwa beim Gestalten der Spielplätze.
Ja zur Dorferneuerung. Für Frank Freyer heißt das auch, weiterhin für die Kinder und Dorfjugend im Ort etwas zu tun, wie etwa beim Gestalten der Spielplätze. FOTO: Norbert Schwarz
Dietrichingen. Der Ortsgemeinderat hat sich für die Entwicklung eines Dorferneuerungsplanes ausgesprochen.

Was die Landkreiskarte in Sachen Dorferneuerung angeht, hat diese statt der bisher zwei Flecken von Dietrichingen in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und Darstein mit seinen 193 Einwohnern in der Verbandsgemeinde Hauenstein nur noch einen weißen Flecken. Der von Dietrichingen nämlich ist sei der jüngsten Ratssitzung getilgt. Einstimmig sprachen sich die Ratsmitglieder für das Aufstellen eines Dorferneuerungsplanes auf. Welches Büro damit beauftragt wird. soll zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden werden.

Ortsbürgermeisterin Andrea Henner fiel sichtlich ein Stein vom Herzen. Ein Dorferneuerungskonzept mit allem was dazu gehört, insbesondere einer sehr eingehenden „Dorfmoderation“, in welcher alle Bewohner ihre Ideen, Meinungen und Visionen einbringen sollen, kann jetzt auf den Weg gebracht werden. Andrea Henner: „Ich bin mir ganz sicher, das wird unsere Gemeinde nochmals einen Schritt nach vorn bringen. Wir haben nichts übereilt. Da ist vieles bei Gesprächen gereift. Ich freue mich außerordentlich, dass dieser Beschluss jetzt sogar einstimmig zum Tragen kam.“

Fast mit Inbrunst hatte deshalb die Ortsbürgermeisterin auch die bevorstehende Weichenstellung im Rat nochmals mit Argumenten gefüttert Nicht allein der Umstand sei wegweisend, dass mit zwei Ausnahmen alle Orte im Landkreisgebiet über ein solches Dorferneuerungskonzept verfügten. Weitaus wichtiger sieht Henner in den Impulsen der Dorferneuerung einen wesentlichen Beitrag für die Ortschaft.



„Es ist ja nicht so, dass allein die Kommune für bestimmte Projekte Fördergelder beanspruchen kann. Die Eigentümer von entsprechenden Bausubstanzen kommen gleichfalls in den Fördergenuss, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Auch in diesen Fällen ist es ratsam, sich zunächst Rat zu holen, sich beraten zu lassen und dann die Entscheidungen vorzunehmen.“

Das Land veranschlage allein für die Dorferneuerung jährlich in seinem Etat 17 Millionen Euro. 3,7 Millionen Euro seien dabei allein im letzten Jahrzehnt vom Landkreis Südwestpfalz beansprucht wurden. Dabei kamen den Ortschaften der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land fast die Hälfte dieser Gelder zugute.

Was die Büroauswahl angehe, so sei die Ortsgemeinde gänzlich autark. Das Planungsbüro Hans-Jürgen Wolf aus Kaiserslautern war für die Dorfmoderation in der Nachbargemeinde zuständig und sammelte bereits Erfahrung in Käshofen und Großsteinhausen. Das Büro WSW und Partner, gleichfalls aus Kaiserslautern, ist mit der Moderation in Walshausen betraut. Erfahrungen mit einem Dorfplaner sammelten die Bürger des Ortes bereits vor zwei Jahren. Aus allen Altersschichten traf man sich damals im Dorfgemeinschaftshaus an einem Wochenende und erstellte eine Art „Grundlagenermittlung“: Was gefällt mir an meinem Heimatort, was könnte sich ändern, zählten damals zu den Kernfragen. In den unterschiedlichsten Arbeitsgruppen haben die Bürger bei der Dorfmoderation die Möglichkeit, ihre Vorstellungen von einem modernen, auf die Zukunft ausgerichteten Heimatort Nachdruck zu verleihen.

Das normale Urnengrab liegt bei den Hinterbliebenen nicht im Trend, teilte Ortsbürgermeisterin Andrea Henner in der jüngsten Ratssitzung mit. Das Interesse bestehe vielmehr für „Baumurnengräber“. Die angelegten Urnengräber in Althornbach sind dabei eine Richtschnur. Grundsätzlich sprach sich der Rat für solche Baumurnengräber aus. Sie sollen in der Gebühr nicht höher sein als das normale Urnengrab. 1000 Euro teuer wäre das Einrichten eines WLan im Dorfgemeinschaftshaus. Hinzu kommen laufende monatliche Kosten von 45 Euro.

Das war der Ratsmehrheit im Augenblick zu hoch. Auch der Hinweis, dass damit auch die Heizungsanlage von außerhalb gesteuert werden kann, half bei der Überzeugung nicht.