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Ich lebe gerne in Althornbach
Die Storcheschnäbbel haben Mallorca im Griff

 Die Theatergruppe „Storcheschnäbbel“ macht am Ortseingang Werbung für ihr neues Stück.
Die Theatergruppe „Storcheschnäbbel“ macht am Ortseingang Werbung für ihr neues Stück. FOTO: Volker Bauman / Volker Baumann
Die beliebte Althornbacher Theatergruppe hat ein neues Programm. Von Volker Baumann

Sie sind schon Kult. Nicht nur in Althornbach, sondern im ganzen Umkreis, auch ins Saarland und nach Frankreich hinein hat es sich herumgesprochen, dass ein Theaterstück der „Storcheschnäbbel“ unbedingt zum kulturellen Programm jedes einzelnen gehören muss. Seit 2001 gibt es die Truppe um Chefin Petra Mohring bereits und sie hat mit ihren Stücken „Ich heirate nie“, „Der Geist im Rathaus“, „Die Stepphühner“, „Pension von leichter Sitte“, „Traue keinem Opa“, „Ramba Zamba am Lido Makkeroni“, „Pension Hollywood“, „Oh Gott die Familie“, „Maximilian der Starke“, „Internetliebe“, „Drei Jungfrauen“, „Der Gartenzwergmord“, „Chaos in der Muckibude“, „Chaos bei Kramers“, „Alles nur Theater“, „Ach du Fröhliche“, „Ich heirate nie“, „Tante Laura kommt“ und im letzten Jahr „Kommt ein Ambos geflogen“, immer für volle Säle, Gelächter und tosenden Applaus gesorgt.

Petra Mohring spielte immer schon gerne Theater, hat deshalb die Gruppe vor 18 Jahren gegründet und ihr den Beinamen der Althornbacher gegeben, nämlich der Störche. Die „Schnäbbel“, weil sie reden, wie ihnen der pfälzische „Schnabbel“ gewachsen ist. So kommen ihre Stücke im Dialekt wegen der „Identifizierung“ auch besonders gut beim Publikum an. Zur Zeit besteht die Truppe  – mit Souffleuse – aus neun aktiven „Schauspielern“, die einfach den Zuschauern mit ihren Stücken Freude bereiten wollen und die, wie sie sagen, viel Spaß am Theater haben. „Theater ist aber auch Disziplin“, sagt die Chefin, die jährlich aus etwa 25 Stücken einen Favoriten auswählt und dann die Besetzung vornimmt. Es sei aber auch ein guter Ausgleich zum Berufsalltag, ist die einstimmige Meinung der übrigen Mitglieder. Die Stücke würden sich bei den Proben nach und nach immer selbst entwickeln, es gebe keinen Regisseur, alle seien mit ihren Rollen und Ideen daran beteiligt. Irgendwann hieße es dann: „Jetzt passt’s“. Auch Kinder würden mittlerweile mit eingebunden und seien „100-prozentig dabei“. Nachwuchs sei natürlich nach 18 Jahren Auftritten gerne gesehen. Zweimal im Jahr im November finden die Auftritte der „Storcheschnäbbel“ in der Pirminiushalle in Hornbach statt und sind meist schnell ausverkauft. Auch bei der Theater- und Kulturwoche in Gersheim sei man bereits seit 2001 mit Auftritten gebucht. Das neueste Stück, für das bereits seit Mai wöchentlich geprobt wird, heißt „Buenos dias Mallorca“. Nur so viel sei verraten: Mutti macht mit Kindern Mallorca-Urlaub und trifft auf ausgeflippten „Ballermann-Bayer“. Man darf sich auf das Spätjahr freuen und schon mal die Lachmuskeln trainieren.⇥bav