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150 Teilnehmer
Rekord bei Grenzlandwanderung

Die sechste deutsch-französische Grenzlandwanderung führte durch idyllische Landschaften.
Die sechste deutsch-französische Grenzlandwanderung führte durch idyllische Landschaften. FOTO: Norbert Schwarz
Riedelberg/Waldhouse. So viele Besucher wie noch nie wanderten diesmal zwischen dem Pays de Bitche und Zweibrücken-Land. Von Norbert Schwarz

Fast 150 deutsche und französische Wanderer nahmen am Sonntag an der sechsten Grenzlandwanderung von Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land und Pays de Bitche teil. Was klein begann, ist inzwischen schon eine regelrechte Wanderbewegung, noch nie ist die Teilnehmerzahl größer gewesen als beim diesjährigen Start auf dem idyllischen Dorfplatz von Waldhouse.

Verständlich, dass die beiden Schirmherren, die Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker und Francis Vogt, mit der Sonne regelrecht um die Wette strahlten. Dabei schnürten Deutsche wie Franzosen die Wanderstiefel, um sich beim Erholen in der herrlichen Natur näherzukommen. Dass längst auch die französische Nachbarseite großes Kribbeln für diese Veranstaltung verspürt, führt Gundacker auf die intensiven Bemühungen der verantwortlichen Kommunalpolitiker beiderseits des Grenzraumes zurück. Gundacker sagte im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Als wir vor sechs Jahren mit dieser Wanderung für die Menschen aus der Region begannen, war unsere südlichste Ortschaft im Verbandsgemeindegebiet, Riedelberg, der Ausgangspunkt. Die nachfolgenden drei Wanderungen hatten allesamt eine französische Gemeinde zum Startpunkt. Letztes Jahr wanderten wir erneut von Riedelberg aus und das Zeichen zum Aufbruch kam diesmal beim Waldhouser Dorfmittelpunkt. Gefreut haben wir uns insbesondere, dass die Teilnehmer nicht allein aus den den Ortschaften des Hornbachtals, sondern ebenso aus den Gemeinden unseres Verbandsgemeindegebietes und der Stadt Zweibrücken zur Wanderung kamen. Die gleiche Feststellung durfte auch mein Amtskollege Francis Vogt treffen.“

Dabei konnte jeder bereits beim ersten Blick auf das große Teilnehmerfeld feststellen: Alle haben sich bestens für die Wanderung über Stock und Stein bestens präpariert. Das war keineswegs nebensächlich, denn an körperlicher Kondition verlangte die Wanderung doch dem einen oder anderen Teilnehmer manches ab. Nicht jeder kannte die reizvolle Umgebung von Waldhouse, stolz zeigten die französischen Gastgeber das neue Baugebiet, ehe es hinauf auf die Riedelberger Höhe ging. Eine abwechslungsreiche, reizvolle Landschaft entschädigte alle. Diesmal warteten die Riedelberger Angelsportler in der vereinseigenen Hütte mit einer pikanten, schmackhaften Stärkung auf. Ortsbürgermeister Peter Lethen und der Chef der Angelsportler Gilbert Behr, selbst Riedelberger mit französischen Wurzeln, sind dabei an der Spitze der Mundschenke zu finden gewesen. Durch die Talaue ging es nach Dorst, über die Riedelbergerhöhe zurück zum Gemeindezentrum, wo sich die Tischtennissportler zusammen mit viel Bürgerinitiative eine herrliche Sportstätte gegenüber des Dorfgemeinschaftshauses zu schaffen wussten.



Gundacker sprach von einer großartigen Veranstaltung und einem „Näherkommen“ im Grenzraum schlechthin. Ob unlängst beim Malersymposium rund um Riedelberg, dem Raderlebnistag, den übers Jahr verteilten Treffs und Boulespielabenden oder jetzt der Wanderung, das alles bringe die Menschen in der Region zusammen.