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Der Jakobsweg und die Windräder

Kontrast auf der Riedelberger Höhe mit Weitsicht: Die frisch gerollten Heuballen und die Windräder.
Kontrast auf der Riedelberger Höhe mit Weitsicht: Die frisch gerollten Heuballen und die Windräder. FOTO: bav / Volker Baumann
In Riedelberg lässt sich bei frischem Wind gut rasten. Denn ein Teil des Pfälzer Jakobwegs führt an dem kleinen Ort vorbei. Von Volker Baumann

Wer sich auf den Pfälzer Jakobsweg von Speyer nach Hornbach begibt und die südliche Route wählt, der trifft nach knapp 130 Kilometern Weg auch in Riedelberg ein und hat dort beste Möglichkeiten zur einer letzten Rast vor der noch etwa zehn Kilometer langen „Schlussetappe“ zum Kloster Hornbach. Die Initiative „Jakobsweg-Bänke“ um Michael Seibert, Gilbert Behr und Ortsbürgermeister Peter Lethen, hat dort bereits im Jahr 2009 mit der Fällung von passenden Bäumen aus dem Gemeindewald begonnen, um sie nach und nach zu schmucken Ruhe- und Rastplätzen, an der Wanderstrecke und an markanten Stellen im Ort, werden zu lassen.

Ihre Idee formulieren sie so: „Frische Rentner suchen was zu tun für die Gemeinde“. Das habe auch perfekt zur Initiative „Unser Dorf soll schöner werden“ gepasst. Dabei haben sich die Gemeinde und der Angelsportverein Riedelberg die Kosten geteilt. Michael Seibert machte sich vor allem an die Holzverarbeitung, während Gilbert Behr die Betonarbeiten für die Standfestigkeit der Sitzgruppen übernahm. So entstanden nach und nach sage und schreibe zwölf Rastmöglichkeiten im Ort, alle mit einem „Rastplatz“-Hinweisschild und – je nach Standort – mit dem Symbol des Jakobswegs, der Jakobsmuschel, gekennzeichnet. Sie seien immer gut frequentiert, insbesondere von den Wanderern, erzählen die Macher.

Damit alles nicht so kahl aussieht, wurden die Rastplätze zusätzlich mit Bepflanzungen verschönert. Schöne Plätze, denen die Pilger bei der Rast auf ihrer Tour nur ungern wieder Lebewohl sagen. Wer die Riedelberger Höhe bewandert, dem kommt – bei den Temperaturen der letzten Zeit sehr angenehm – immer eine frische Brise entgegen. Die guten Windverhältnisse sind auch der Grund, dass Riedelberg, in puncto Flächen zur Gewinnung neuer Energie, im Flächennutzungsplan als bevorzugter Standort ausgewählt wurde und inzwischen auf einen Windpark mit acht Windrädern blicken kann. Ein großer Windpark mit entsprechendem Ertrag für einen kleinen Ort – weitere Windräder könnten hinzukommen. Bald könnten also in Riedelberg zwölf Wanderer-Rastplätze und zwölf Windräder für „neue Energie“ bei der Bevölkerung sorgen. bav



Der schmucke und geschmückte Dorfbrunnen in der Ortsmitte.
Der schmucke und geschmückte Dorfbrunnen in der Ortsmitte. FOTO: bav / Volker Baumann
Gilbert Behr, Peter Lethen und Michael Seibert ruhen sich nach getaner Arbeit gerne mal auf einem der Rastplätze in Riedelberg aus.
Gilbert Behr, Peter Lethen und Michael Seibert ruhen sich nach getaner Arbeit gerne mal auf einem der Rastplätze in Riedelberg aus. FOTO: bav / Volker Baumann