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Neujahrsempfang
Dem Sieg nachgefühlt

 Der Neujahrsempfang der CDU Bechhofen war in diesem Jahr gleichzeitig die Wahlparty für den designierten neuen Verbandsgemeinde-Bürgermeister Björn Bernhard.
Der Neujahrsempfang der CDU Bechhofen war in diesem Jahr gleichzeitig die Wahlparty für den designierten neuen Verbandsgemeinde-Bürgermeister Björn Bernhard. FOTO: Norbert Schwarz
Bechhofen. Der Neujahrsempfang der CDU Bechhofen war in diesem Jahr gleichzeitig eine Wahlparty für Björn Bernhard. Von Norbert Schwarz

Der Wahlsieg von Björn Bernhard war beim traditionellen Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes Bechhofen das bestimmende Thema. Es war deshalb auch nicht allein zum Neujahrsempfang, sondern zugleich zu einer „Wahlparty“ eingeladen worden.

Klar, dieser Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes stand unter einem ganz besonderen Stern und beide Hauptredner, die Ortsverbandsvorsitzende Angelika Küttner und der designierte Verbandsbürgermeister Björn Bernhard wussten mit ihren Berichten zu den vergangenen Ereignissen nochmals viele Emotionen zu wecken. Wohlverpackt gab es kleine „Seitenhiebe“ wie die Anmerkung von Angelika Küttner, dass sie nur auf die marode Bühne dürfe, weil sie etliche Pfunde abgenommen habe. Damit sollte nochmals plastisch ins Bewusstsein gerückt werden, wie es um die bauliche Beschaffenheit des Bechhofer Dorfgemeinschaftshauses bestellt ist, von dessen Generalsanierung die Ortspolitik seit vielen Jahren träumt. Angelika Küttner brachte dieses Dorfproblem in Erinnerung, weil Landrätin Susanne Ganster beim Neujahrsempfang des Landkreises davon „träumte“, dass die bauliche Erneuerung der Kreisverwaltung schon abgeschlossen sei. Björn Bernhard als künftiger Verbandsbürgermeister bekannte, dass das Jahr 2019 für ihn unvergesslich bleiben wird. „Von Politik ist heute Abend schon genug geredet worden, deshalb möchte ich an dieser Stelle von meinem Gefühlsleben im Jahr 2019 allen etwas erzählen“, meinte Bernhard und erinnerte mit Worten von Henry Ford daran, was zu erreichen ist, wenn man gemeinsam ein Ziel verfolgt.

Gemeinsam sei das große Ziel erreicht worden und dass CDU-Mitglieder aus Contwig in Bechhofen und umgekehrt Bechhofer in Contwig Wahlflyer ausgetragen hätten, habe es im nunmehr geeinten CDU-Gemeindeverband bisher noch nie gegeben.



Bei bei der Kommunalwahl sei das gesteckte Ziel nicht erreicht worden, trotz Stimmenzuwachs für die Partei, resümierte Bernhard, der auch nochmals auf die vergangenen Koalitionsverhandlungen einging. Schwerpunkt war dann der Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters. Bernhard erinnerte dabei an die vielen zurückliegenden Höhepunkte vor der Wahl, ohne das Gezerre um das bekannte Feuerwehrplakat auszulassen. „Großvater und Vater führten über Jahrzehnte die örtliche Wehr, mit zehn Jahren trat ich der Jugendwehr bei, Ehrenamt ist unser Leben.“ Die Klage wegen des Wahlplakates sei beim Verwaltungsgericht in Neustadt noch anhängig, die Sache damit noch nicht aus der Welt. Stille im Saal, als Björn Bernhard nochmals die Stimmung beim Eingang der Wahlergebnisse im Dorfgemeinschaftshaus Dietrichingen schilderte, wo zudem an diesem Wahlsonntag Kerwe gefeiert wurde. Mit Jürgen Gundacker sei inzwischen ein sehr konstruktives Gespräch geführt worden, dieser habe zugestimmt, dass Björn Bernhard noch vor der Amtseinführung mit allen Mitarbeitern sprechen kann, was dessen erklärter Wunsch gewesen ist.

Für den verhinderten Ortsbürgermeister Paul Sefrin machte der Ortsbeigeordnete Siegbert Bernhard auf die örtlichen Probleme und Zukunftsaufgaben aufmerksam. Im Straußenausbau gehe es weiter, das neue Baugebiet soll schnellstmöglich kommen.