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Weihnachtsmärkte
Contwig und Martinshöhe feiern den Advent

 Der Nikolaus beim Weihnachtsmarkt in Contwig.
Der Nikolaus beim Weihnachtsmarkt in Contwig. FOTO: Norbert Schwarz
Contwig/Martinshöhe. (cos) Riesiger Weihnachtsbaum, kleine Budenstadt, zahllose Helfer die sich um die Besucher regelrecht hingebungsvoll bemühen: Der Weihnachtsmarkt in Contwig ist einfach Idylle pur und das honorieren die Dorfbewohner ebenso wie die Marktbesucher, die von außerhalb nach Contwig zum Feiern auf den zentral gelegenen Weihnachtsmarktplatz vor dem neuen Rathaus kommen. Von Norbert Schwarz

„Unsere Weihnachtsmarkt hier hat halt eine ganz besondere Atmosphäre, die kleinen Budenstadt, die aufgeschichteten Strohwickel die mit der hölzernen Auflage lange Tischreihe bilden, der stattliche Baum als zentraler Mittelpunkt, das alles lässt richtige Marktatmosphäre aufkommen“, stellt der Ehrenvorsitzende des größten Contwiger Dorfvereins, der Vereinigten Turnerschaft, Günter Förch fest, und fügt mit einem schelmischen Lächeln an, dass beispielsweise allein am Samstag bis weit in die Nachtstunden hinein gefeiert wurde. „Regen? Davon haben wir überhaupt nichts mitbekommen“.

Das Angebot beim inzwischen längst zur Tradition gewordenen Markt war auch diesmal üppig, der Streichelzoo kam auch dieses Jahr glänzend bei den kleinen Besuchern an und die hatten am Sonntag mit dem Nikolausbesuch, der gleich mit zwei weiteren Gesellen auf dem Marktplatz erschien, einen weiteren Höhepunkt.



Fußballer, Heimatverein, Schützen, Sänger  – die Helfer aus diesen wie den übrigen Martinshöher Ortsvereinen sind am Samstag trotz des schlechten Wetters zur Stelle gewesen, damit auf dem Festplatz in der Dorfmitte ein zünftiger Weihnachtsmarkt gefeiert werden konnte. „Für das Wetter sind wir leider nicht zuständig gewesen, wir hätten das im ureigenen Interesse nämlich ganz anders gehandhabt“, meinte Ortsbürgermeister Hartwig Schneider beim Abbau der kleinen Budenstadt. Regenschauer und Windböen setzten dem Markttreiben zu, trotzdem fanden viele Besucher unter dem schützenden Dach der Platzloggia und den übrigen Unterstellmöglichkeiten zumindest phasenweise Unterschlupf.

Gewinnbringend konnten in diesem Jahr die Vereine als Marktgestalter wahrlich nicht agieren. Alle Verantwortlichen sind vielmehr froh darüber gewesen, dass sie zumindest nicht auf der einkauften Ware sitzen blieben. „So viele Bratwürste könnten wir überhaupt nicht verzehren“, meinte ein trotzdem gutgelaunter SVM-Aktiver Kai Schley, der zusammen mit Joachim Manuel Dienst im hergerichtete Wohnwagen versah und eifrig Bratwürste für die hungrigen Marktbesucher zubereitete. An speziellen Tischöfen kam dennoch Stimmung auf, wurde viel gelacht und diskutiert. „Hauptsache wir können zusammen feiern und miteinander reden“ meinte Günter Theis.

 Trotz der widrigen Witterung hatten  die Weihnachtsmarktbesucher in Martinshöhe viel Spaß.
Trotz der widrigen Witterung hatten  die Weihnachtsmarktbesucher in Martinshöhe viel Spaß. FOTO: Norbert Schwarz