| 20:23 Uhr

Cantus Novus
Ein Konzert mit vielen Facetten

Der Chor Cantus Novus beim Konzert in der katholischen Kirche in Hornbach. Geboten wurde Kirchenmusik in einem etwas anderen Gewand.
Der Chor Cantus Novus beim Konzert in der katholischen Kirche in Hornbach. Geboten wurde Kirchenmusik in einem etwas anderen Gewand. FOTO: Margarete Lehmann
Hornbach. Der Contwiger Chor Cantus Novus unter der Leitung von Benedikt Schwarz gab in der katholischen Kirche St. Pirminius Hornbach unter dem Motto „Groß sind die Werke des Herrn“ sein Jahreskonzert. Von Peter Fromann

Die katholische Kirche in Hornbach war am Sonntag restlos besetzt mit Musikfreunden der Kirchenmusik im „anderen“ Gewand. Modern, aufgeschlossen und zeitgemäß. Eingeladen hatte der Chor Cantus Novus mit seinem Leiter Benedikt Schwarz. Die Sängerinnen und Sänger aus Pinningen, Böckweiler, Altheim und Hornbach betraten singend die Kirche mit „Groß sind die Werke des Herrn“. Das gefiel dem Publikum schon richtig gut – schon zu Beginn des Konzertes brandete Beifall auf. „Komm, jetzt ist die Zeit“ folgte mit starkem Ausdruck und fein nuanciertem Gesang.

Sänger des Chors traten wiederholt als Solisten auf. Die Formationen wechselten, mit dabei das Ensemble Navitus mit der Leiterin Loretta Hüther. „Precious Memories“, übersetzt „wertvolle Erinnerungen“, blieben tatsächlich in selbiger.

Benedikt Schwarz absolviert in Heidelberg sein Masterstudium im Bereich Kirchenmusik. „Mein Orgellehrer war Helge Schulz, einen besseren kann man nicht finden“, sagt er enthusiastisch über den begnadeten Musiker, der in Dresden und Halle ausgebildet wurde und 1994 seinen Dienst als Bezirkskantor in Zweibrücken antrat.



Wie zum Beweis spielt Schwarz wunderbar klar und rein die „Toccata und Fuge C-Dur“ von Johann Sebastian Bach. Die Fuge bis zur letzten Durchführung mitreißend. 14 Minuten voll großer Klangbilder. Benedikt Schwarz glänzte mit beeindruckendem Spiel.

John Rutter stand mit mehreren Werken auf dem Programm, auch mit der „Toccata in Seven“, die begeisterte. Er ist ein englischer Komponist der Postmoderne mit Elementen aus verschiedenen Epochen, Jazz kann er auch!

Es wirkten weiter mit: David Rauth, Bass, Noah Rauth, Drums, Ellen Gehring Cajon und Patrick Gauter. Ein Solist des Chors sang intensiv „Abide with me“. Gospels mit viel Gefühl gesungen und unter Mitwirkung der Zuschauer. Natürlich auch „Down by the Riverside“. Zum Abschluss „Nun freut euch lieben Christen g’mein“, arrangiert von Benedikt Schwarz – hier zeigt er erneut das breite Spektrum seines Könnens. Ein Konzert, das mit seinen vielen Aspekten in guter Erinnerung bleiben wird.