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Schwierige Arbeit in Flächenlandkreis
„Chance für erfolgreichen Neuanfang“

Südwestpfalz. Aufbruchstimmung begleitet Neujahrsempfang des Kreisjugendrings Südwestpfalz. Von Steffen Berberich

Aufbruchstimmung herrscht aktuell beim Kreisjugendring (KJR) Südwestpfalz. Dessen Vorsitzende Ina Gebhard-Dörhöfer warb beim Neujahrsempfang im Sitzungssaal der Kreisverwaltung um neue Mitglieder in dem Gremium. Gebhard-Dörhöfer (Merzalben), erst vor einigen Monaten zur neuen Vorsitzenden des Kreisjugendrings gewählt, begrüßte viele Gäste aus den Vereinen und der Politik. An diese gewandt, bat sie um weitere Unterstützung: „Ich hoffe, dass Sie von uns berichten. Alle, die motiviert sind, sich in der Jugendarbeit zu engagieren, sind bei uns eingeladen.“

Der für die Jugend zuständige Erste Kreisbeigeordnete Peter Spitzer erinnerte an das vergangene Jahr, in dem man anfangs noch gemerkt habe, dass der Kreisjugendring schwächele. Der neue Kreisjugendpfleger Jens Seegmüller habe aber nach seinem Amtsantritt schnell neue Impulse setzen können und mit vielen Ehrenamtlichen aus der Jugendarbeit gesprochen.

Spitzer lobte das Engagement, das die neue Kreisjugendring-Mannschaft zeige, diese große Chance auf einen erfolgreichen Neuanfang solle man nicht verstreichen lassen. Es sei zwar unheimlich schwer, in einem Flächenlandkreis wie der Südwestpfalz die Jugendarbeit zusammenzubringen, dies sei aber durch den Kreisjugendring einfacher geworden. Die Jugendarbeit über Vereine ist laut Spitzer ein „ganz wichtiges Element unserer Gesellschaft“, man könne so die Jugend erreichen, sie für das Ehrenamt interessieren und begeistern: „Wir sind auf das alles angewiesen. Über den Kreisjugendring sollen wichtige Informationen weitergegeben werden, es soll ein Netzwerk entstehen.“



Spitzer ist sich sicher, dass eine gut funktionierende Institution geschaffen worden ist, die Vereinen und Verbänden in der Südwestpfalz etwas zurückgeben kann. „Jugend fördern, dann finden wir auch in der Zukunft Ehrenamtliche“, so sein Credo. Auch er appellierte an die anwesenden Gäste, die Vereine in ihrer Nähe anzusprechen und über den Kreisjugendring zu informieren.

In einer Präsentation berichtete Lucas Eitel vom Kreisjugendring und dessen Arbeit. Ganz besonders interessant sei es für Vereine, dass der KJR über Zuschussmöglichkeiten informiert, aber auch dass man für eigene Veranstaltungen Gerätschaften wie das Spielmobil, die Hüpfburg oder auch einen Videobeamer ausleihen kann. Ehrenamtliche Jugendbetreuer können dazu auch die Jugendleiter-Karte (Juleica) mittels Kursen erwerben. „Wir beraten in Fragen der Jugendarbeit, auch den Ausbau eines Jugendforums auf Kreisebene unterstützen wir“, betont Eitel und hofft auf Interesse seitens der südwestpfälzischen Jugend, der Vereine und Verbände: „Wir sind immer froh, wenn neue Mitglieder zu uns stoßen.“

Seegmüller skizzierte ein Bild des aktuellen Zustands in der südwestpfälzischen Jugendarbeit, positiv hervorzuheben sei das neue Jugendforum, das seit vergangenem Jahr besteht. Aus allen weiterführenden Schulen des Landkreises wurden Schüler zusammengeführt, um Projekte auf die Beine zu stellen. Die Jugendlichen erstellten gemeinsam ein identitätsstiftendes Logo und organisierten in Lemberg ein Konzert mit den „Dicken Kindern“ aus Landau. „Wir haben schon viele neue Ideen für 2018“, verriet Seegmüller. Ganz wichtig sei allen Beteiligten zudem die Kooperation mit dem Stadtjugendring, dessen Vorsitzender Thorsten Kuntz ebenfalls zu Gast beim Neujahrsempfang war.